Mögliches Autokartell -Regierung: Autobranche hat Behörden informiert
Berlin (APA/Reuters) - Die Autoindustrie hat dem deutschen Wirtschaftsministerium zufolge selbst die Behörden im Zusammenhang mit den Kartel...
Berlin (APA/Reuters) - Die Autoindustrie hat dem deutschen Wirtschaftsministerium zufolge selbst die Behörden im Zusammenhang mit den Kartellvorwürfen informiert. Es habe Informationen an das Bundeskartellamt und an die EU-Wettbewerbsbehörde gegeben, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Montag in Berlin. Ob es sich im rechtlichen Sinne um eine Selbstanzeige gehandelt habe, ließ sie offen.
Sowohl Wirtschafts- als auch Verkehrsministerium betonten, sie hätten erst am Freitag von den Kartellvorwürfen gehört. Die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte, sie könne sich nicht vorstellen, dass die Vorwürfe beim Treffen des „Nationalen Forums Diesel“ Anfang August keine Rolle spielen würden. Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte, es sei jetzt Sache der Kartellbehörden, den Sachverhalt aufzuklären. Klar sei, dass die Autoindustrie wichtig für Deutschland sei.
Das Magazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, dass sich die fünf führenden Automarken - VW, Audi, Porsche, BMW und Mercedes-Benz - seit den 90er-Jahren in geheimen Arbeitskreisen über die Technik ihrer Fahrzeuge sowie Kosten, Zulieferer, Märkte und Strategien abgestimmt hätten. Dem Magazin zufolge haben sowohl Volkswagen als auch Daimler eine Art von Selbstanzeige bei den Behörden gestellt.