Salzburger WKÖ-Funktionär: Hohe Mehrkosten durch Grenzkontrollen

Wals (APA) - Spediteure und Frächter klagen über hohe Mehrkosten durch die Kontrollen an der bayrisch-österreichischen Grenze. Wie der Trans...

Wals (APA) - Spediteure und Frächter klagen über hohe Mehrkosten durch die Kontrollen an der bayrisch-österreichischen Grenze. Wie der Transportunternehmer und Fachgruppenobmann für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Salzburg, Maximilian Gruber, am Montag in den „Salzburger Nachrichten“ erklärte, koste der Stau am Grenzübergang Walserberg die Branche rund 560.000 Euro pro Werktag.

Grubers Rechnung zufolge haben allein die Salzburger Frächter 2015 mehr als 2,2 Millionen Euro durch die Grenzkontrollen eingebüßt. „Man muss oft um zwei Stunden früher wegfahren, wenn man pünktlich liefern will“, sagte er gegenüber der Zeitung. Wegen der erlaubten Lenkerzeiten würden die Lkw-Lenker oft nur mehr zwei statt wie vorher drei Touren am Tag schaffen. Außerdem müsse man teilweise längere Touren mit zwei Fahrern besetzen.

Gruber wünscht sich Ausnahmeregelungen: „Wenn Lenkzeitüberschreitungen auf die Grenzkontrollen zurückzuführen sind, wäre es fair, die Lenkzeiten überschreiten zu dürfen.“ Wie er den SN sagte, habe er als Bürger aber durchaus Verständnis für die Kontrollen: „Obwohl es für unsere Branche ein Wahnsinn ist.“

Deutschland hat die Kontrollen an der Grenze zu Österreich infolge der Flüchtlingskrise im September 2015 eingeführt. Die EU-Kommission hat Deutschland, Österreich und drei weitere Länder des Schengen-Raums bereits zum Ende der systematischen Grenzkontrollen aufgefordert. Sie können laut EU-Recht ein letztes Mal verlängert werden, müssten dann aber auslaufen.

~ WEB https://news.wko.at/presse ~ APA237 2017-07-24/12:58