Leiche in Sillschlucht: Kein Fremdverschulden
Es war eine Brandtragödie, die letztlich gleich zwei Leben ausgelöscht hatte. Im Jänner war im Innsbrucker Stadtteil Pradl die Wohnung einer...
Es war eine Brandtragödie, die letztlich gleich zwei Leben ausgelöscht hatte. Im Jänner war im Innsbrucker Stadtteil Pradl die Wohnung einer 84-Jährigen in Flammen gestanden. Die Rentnerin fand bei dem Brand sofort den Tod. Eine oberhalb wohnende Studentin war beim Versuch, über das verrauchte Stiegenhaus zu flüchten, so unglücklich gestürzt, dass die 19-Jährige schwerste Verbrennungen erlitt und Tage später in einer Münchner Spezialklinik verstarb. Nun wurden zum Fall alle Ermittlungen eingestellt. Laut Innsbrucker Staatsanwaltschaft ist nach den Ermittlungsergebnissen davon auszugehen, dass das Feuer von der 84-Jährigen selbst verursacht worden war. Da die Wohnungstüre verschlossen und der Brand am Esstisch ausgebrochen war, konnte Fremdverschulden ausgeschlossen werden.
Kein Fremdverschulden konnte auch bezüglich des letzten Leichenfundes in der Sillschlucht festgestellt werden. Dort war Mitte April der leblose Körper eines Mannes aufgefunden worden. Dabei hatte es sich um einen 57-Jährigen gehandelt, der bereits eine Woche zuvor als vermisst gemeldet worden war. Eine Obduktion ergab letztlich keine Hinweise auf ein Verbrechen. (fell)