Europas Leitbörsen zu Mittag überwiegend im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf überwiegend mit schwächerer Tendenz notiert. Der 50 füh...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf überwiegend mit schwächerer Tendenz notiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel 8,88 Einheiten oder 0,26 Prozent auf 3.442,83 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.00 Uhr mit 12.173,85 Punkten und minus 66,21 Einheiten oder 0,54 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor um 72,42 Zähler oder 0,97 Prozent und steht nun bei 7.380,49 Stellen.

Am heutigen Vormittag wurden die Einkaufsmanagerindizes für Frankreich, Deutschland und die Eurozone veröffentlicht. Den Daten zufolge hat sich die Unternehmensstimmung im Euroraum im Juli den zweiten Monat in Folge eingetrübt. Wie das Institut IHS Markit in London mitteilte, lag der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex bei 55,8 Punkten. Das sind 0,5 Zähler weniger als im Vormonat.

Der Internationale Währungsfonds IWF rechnet trotz der Unsicherheiten über die US-Finanz- und Wirtschaftspolitik hingegen mit einer Beschleunigung des globalen Wachstums. Für seine Wachstumsprognose 2017 für die Eurozone revidierte der IWF seinen Wert nach oben: Die Finanzinstitution erwartet nun ein Wachstum von 1,9 Prozent. Für das Vereinigte Königreich korrigiert der IWF hingegen seine Prognose etwas nach unten und erwartet nun ein Wachstum von 1,7 Prozent.

Bei den Einzeltiteln verloren in Europa die Aktien der deutschen Autobauer spürbar: Volkswagen fielen zu Mittag um 2,58 Prozent, Daimler um 4,09 Prozent, BMW um 2,85 Prozent. Am Vergangenen Freitag waren nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ Kartellvorwürfe gegen die deutschen Automobilschmieden laut geworden. Demzufolge sollen Vertreter von VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler sich schon seit den 1990er-Jahren gemeinsam über Technik, Kosten und Zulieferer verständigt haben.

In Amsterdam konnten Philips mit einem Plus von 2,92 Prozent deutlich zulegen. Der Elektrokonzern aus Holland hatte sich zuletzt von seinem Leuchtengeschäft getrennt und will sich nun vor allem auf das Geschäft mit Medizintechnik und privater Gesundheitspflege konzentrieren.

Anteilsscheine des Chipkarten- und Magnetkartenhersteller Gemalto stürzten in Amsterdam hingegen stark ab. Nach Downgrades durch Analysten verbilligten sich die Aktien um fast 16 Prozent.

In London fielen Papiere der Billigfluglinie Ryanair um knapp 4 Prozent. Die Airline aus Dublin hatte zuletzt einen deutlich höheren Gewinn bekannt gegeben. Für die Zukunft rechnen die Iren aber mit einem anhaltend scharfen Wettbewerb bei den Ticketpreisen. Auch die Titel des Konkurrenzunternehmens Easyjet verloren daraufhin im Handel. Sie notierten zu Mittag ebenfalls um fast 4 Prozent tiefer.

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