Kindergeld - Wirtschaftskammer gegen Rechtsanspruch auf Papa-Monat
Wien (APA) - Die Wirtschaftskammer sieht keine Notwendigkeit für einen Rechtsanspruch auf einen Papa-Monat. Das Modell auf freiwilliger Basi...
Wien (APA) - Die Wirtschaftskammer sieht keine Notwendigkeit für einen Rechtsanspruch auf einen Papa-Monat. Das Modell auf freiwilliger Basis laufe gut, erklärte Martin Gleitsmann, Leiter der Sozialpolitischen Abteilung, am Montag in einer Ausendung. Auch die NEOS sprechen sich gegen die Forderung von SPÖ und Grünen aus.
Aus Sicht der Wirtschaft besteht keine Notwendigkeit, einen Rechtsanspruch durchzusetzen. Bereits jetzt würden viele Möglichkeiten existieren, um aus familiären Gründen eine Dienstfreistellung zu erwirken. Gleitsmann verwies hier etwa auf Pflegeurlaube oder Freistellungsansprüche in Kollektivverträge. Das Modell des Papa-Monats laufe gut, der WKÖ seien auch keine Probleme beim Abschluss von Vereinbarungen bekannt, hieß es weiters.
Die NEOS sind der Meinung, dass ein Rechtsanspruch nicht entscheidend für die höhere Väterbeteiligung sei. Es zeige sich, dass Männer vor allem in den Sommermonaten Kinderbetreuungsgeld beziehen. Dies seien Monate, in denen es betrieblich einfacher sei, Karenzen von kurzer Dauer zu koordinieren. „Ein Rechtsanspruch auf den Papa-Monat würde einen zusätzlichen Koordinationsaufwand in Unternehmen erfordern und diese belasten“, so Familiensprecher Michael Bernhard.
Für die Einführung eines Rechtsanspruchs sprach sich hingegen der Katholische Familienverband aus - dass dieser fehlt, sei ein „großes Manko“, hieß es in einer Aussendung.
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