Flüchtlinge: Rom urgiert Zusammenarbeit zwischen EU und Afrika

Tunis/Rom (APA) - Beim Migrationsgipfel am Montag in Tunis hat Italien eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika im Umgang mit...

Tunis/Rom (APA) - Beim Migrationsgipfel am Montag in Tunis hat Italien eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik gefordert. „Die EU und Afrika haben die Pflicht, zusammenzuarbeiten. Kein Land kann allein mit der Flüchtlingskrise umgehen“, sagte Italiens Innenminister Marco Minniti. Österreich wird in Tunis von Innenminister Wolfang Sobotka (ÖVP) vertreten.

Minniti lobte die Bemühungen der libyschen Küstenwache, die Gewässer strenger zu kontrollieren. 10.000 Flüchtlinge seien von der libyschen Küstenwache im Mittelmeer gerettet, 5.000 Personen seien in die Heimat zurückgeführt worden. „Es gibt Signale, dass die libyschen Gewässer kontrolliert werden können“, sagte Minniti nach Medienangaben.

Besonders wichtig sei es, Libyens Südgrenze zu bewachen. „Die Südgrenze ist nicht nur wegen der Flüchtlingsproblematik, sondern auch im Kampf gegen den Terrorismus besonders wichtig. Libyens Südgrenze zu kontrollieren bedeutet de facto, die Südgrenze ganz Europas zu kontrollieren“, sagte Minniti.

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos meinte, man dürfe keine Zeit verlieren. „Italien braucht all unsere Unterstützung. Die Migrantenströme von Libyen nach Europa haben zugenommen. Unser Ziel ist, die Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern zu stärken, um Menschenleben im Mittelmeer und in der Wüste zu retten, die illegale Migration und die Schlepperei zu bekämpfen und die Rechte der Flüchtlinge zu schützen“, so Avramopoulos.