Flüchtlinge - Italiens Präsident drängt auf eine „Europäisierung“
Rom (APA) - Nach den jüngsten verbalen Auseinandersetzungen mit Österreich wegen der Flüchtlingsproblematik hat der italienische Präsident S...
Rom (APA) - Nach den jüngsten verbalen Auseinandersetzungen mit Österreich wegen der Flüchtlingsproblematik hat der italienische Präsident Sergio Mattarella dafür plädiert, eine europäische Lösung für die Flüchtlingsfrage zu finden. Das nationale Interesse sei für jedes Land ein Anliegen, man dürfe sich jedoch nicht verschließen, so Mattarella.
„Wenn Italien mit dem Mittelmeer Europas südliche Grenze ist, muss es neben einem gemeinsamen Einsatz zur Flüchtlingsrettung im Mittelmeer auch eine gemeinsame Flüchtlingsaufnahme sowie eine gemeinsame Strategie zur Rückführung der Migranten und zur Einrichtung legaler Einwanderungskanäle geben“, sagte der italienische Präsident in einer Ansprache vor Diplomaten am Montag in Rom.
Dieselbe Zielstrebigkeit bei den Verhandlungen, die die EU bei der Lösung der Bankenkrise bewiesen habe, müsse auch im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik angewendet werden. Nur so könne die EU die vielen Hürden im Umgang mit der Flüchtlingskrise überwinden.