Europas Leitbörsen schließen überwiegend im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Dienstag überwiegend schwächer aus dem Handel gegangen. Während vormittags d...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Dienstag überwiegend schwächer aus dem Handel gegangen. Während vormittags die europäischen Börsen einheitlich in der Verlustzone gestartet waren, drehten am Nachmittag der CAC-40 in Paris und FTSE-MIB Index in Mailand ins Plus. Auch der spanische Leitindex IBEX-35 notierte am Tagesende knapp über dem Niveau der vorgehenden Handelstages.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gewann moderate 0,04 Prozent auf 3.453,17 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 12.208,95 Punkten und minus 31,11 Einheiten oder 0,25 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel am deutlichsten. Er ging mit einem minus von 1,01 Prozent aus dem Handel und steht nun bei 7.377,73 Stellen.

Heute wurden die Einkaufsmanagerindizes für Frankreich, Deutschland und die Eurozone veröffentlicht. Den Daten zufolge hat sich die Unternehmensstimmung im Euroraum im Juli den zweiten Monat in Folge eingetrübt. Wie das Institut IHS Markit in London mitteilte, lag der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex bei 55,8 Punkten. Das sind 0,5 Zähler weniger als im Vormonat.

Der Internationale Währungsfonds IWF rechnet trotz der Unsicherheiten über die US-Finanz- und Wirtschaftspolitik hingegen mit einer Beschleunigung des globalen Wachstums. Für seine Wachstumsprognose 2017 für die Eurozone korrigierte der IWF seinen Wert nach oben. Die Finanzinstitution erwartet nun ein Wachstum von 1,9 Prozent.

Bei den Einzeltiteln verloren die Aktien der deutschen Autobauer deutlich: Volkswagen fielen um 1,38 Prozent, Daimler um 2,65 Prozent, BMW um 2,77 Prozent. Am vergangenen Freitag waren nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ Kartellvorwürfe gegen die deutschen Automobilschmieden laut geworden. Demzufolge sollen Vertreter von VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler sich schon seit den 1990er-Jahren gemeinsam über Technik, Kosten und Zulieferer verständigt haben. Sowohl dem deutschen Bundeskartellamt sowie der EU Kommission liegen derzeit entsprechende Informationen vor.

Bankentitel waren an den europäischen Börsen heute stark: In Frankfurt führten die Aktien der Deutschen Bank mit einem Plus von 2,46 Prozent die Liste der Tagesgewinner an. Die Aktien von Julius Bär stiegen in Zürich um 4,47 Prozent und in ihrem Fahrwasser ebenfalls die Papiere von Credit Suisse mit plus 1,47 Prozent sowie die Anteile von UBS mit knapp plus 2 Prozent.

In Amsterdam konnten Philips mit einem Plus von 4 Prozent deutlich zulegen. Der Elektrokonzern aus Amsterdam hat sich zuletzt von seinem Leuchtengeschäft getrennt und konzentriert sich vor allem auf das Geschäft mit Medizintechnik und privater Gesundheitspflege.

Anteilsscheine des Chipkarten- und Magnetkartenherstellers Gemalto stürzten in Amsterdam hingegen stark ab. Nach Downgrades durch Analysten verbilligten sich die Aktien um fast 20 Prozent.

In London fielen Aktien der Billigfluglinie Ryanair um 1,38 Prozent. Die Airline aus Dublin rechnet für die Zukunft mit einem anhaltend scharfen Wettbewerb bei den Ticketpreisen. Auch die Titel des Konkurrenzunternehmens Easyjet verloren daraufhin im Handel. Sie notierten um fast 3 Prozent leichter.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.158,65 -3,36 -0,11 3.162,01 Frankfurt DAX 12.208,95 -31,11 -0,25 12.240,06 London FT-SE-100 7.377,73 -75,18 -1,01 7.452,91 Paris CAC-40 5.127,70 10,04 0,20 5.117,66 Zürich SPI 10.137,89 -46,56 -0,46 10.184,45 Mailand FTSEMIB 21.326,58 124,42 0,59 21.202,16 Madrid IBEX-35 10.446,50 19,90 0,19 10.426,60 Amsterdam AEX 521,65 -0,57 -0,11 522,22 Brüssel BEL-20 3.872,66 -10,81 -0,28 3.883,47 Stockholm SX Gesamt 1.566,88 -14,49 -0,92 1.581,37 Europa Euro-Stoxx-5 3.453,17 1,46 0,04 3.451,71

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Euro-Stoxx 374,62 -0,27 -0,07 374,89 ~

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