UNO-Sondergesandter fordert „Lösung“ für Tempelberg-Krise bis Freitag

New York (APA/AFP) - Angesichts der gewalttätigen Konflikte um die Zugangsrechte zum Tempelberg in Jerusalem hat der UNO-Sondergesandte Niko...

New York (APA/AFP) - Angesichts der gewalttätigen Konflikte um die Zugangsrechte zum Tempelberg in Jerusalem hat der UNO-Sondergesandte Nikolai Mladenow eine rasche „Lösung“ gefordert. „Es ist extrem wichtig, dass für die aktuelle Krise bis Freitag eine Lösung gefunden wird“.

Das sagte der Sondergesandte für den Nahen Osten am Montag am Sitz der Vereinten Nationen in New York, nachdem er dem UNO-Sicherheitsrat über die jüngsten Entwicklungen Bericht erstattet hatte.

Die Gefahr einer weiteren Eskalation nehme zu, wenn bis zu den bevorstehenden Freitagsgebeten der Muslime keine Lösung gefunden worden sei, sagte Mladenow. Der Streit um den Tempelberg könne „weit über die Stadtmauern der Altstadt (Jerusalems) hinaus katastrophale Kosten“ verursachen. Diese Auswirkungen könnten „weit über Israel und Palästina“ und „weit über den Nahen Osten“ hinausreichen. Der palästinensische Botschafter Rijad Mansur forderte den Sicherheitsrat auf, den Abbau der Metalldetektoren und Überwachungskameras zu verlangen.

Israel hatte nach einem Anschlag auf zwei israelische Polizisten in der Jerusalemer Altstadt Mitte Juli die Kontrollen zum Tempelberg verschärft und Metalldetektoren sowie zusätzliche Überwachungskameras am Eingang installieren lassen. Die Palästinenser sehen darin einen Versuch Israels, mehr Kontrolle über den Tempelberg zu gewinnen.

Seit Freitag wurden in dem Konflikt drei Israelis und fünf Palästinenser getötet. Die Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats wurde von Frankreich, Schweden und Ägypten beantragt. Der Tempelberg - auf Arabisch Al-Haram Al-Scharif (edles Heiligtum) - mit der Al Aksa-Moschee, dem Felsendom und der Klagemauer ist gläubigen Muslimen und Juden gleichermaßen heilig.

~ WEB http://www.un.org/en/sc/ ~ APA470 2017-07-24/20:57