Verhaltenskodex für private Seenotretter: Treffen in Rom
Rom (APA/dpa) - Die italienische Regierung berät am Dienstag (16.30 Uhr) in Rom mit Hilfsorganisationen über einen Verhaltenskodex als Grund...
Rom (APA/dpa) - Die italienische Regierung berät am Dienstag (16.30 Uhr) in Rom mit Hilfsorganisationen über einen Verhaltenskodex als Grundlage für Rettungseinsätze im Mittelmeer. An dem Treffen nehmen unter anderem die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und Jugend Rettet teil. Insgesamt sind rund zehn Hilfsorganisationen im Einsatz, um Migranten auf ihrem Weg von Afrika nach Europa aus Seenot zu retten.
Im Vorfeld hatte es Kritik am Vorstoß der Regierung in Rom gegeben, die Hilfsorganisationen auf Regeln verpflichten zu wollen, die sie nach internationalem Seerecht zum Teil ohnehin befolgen müssen. Ob die NGOs den Kodex bereits am Dienstag unterschreiben sollen, war unklar. Von einigen Nichtregierungsorganisationen hieß es, man befinde sich noch in der rechtlichen Prüfung des Entwurfs.
Zuletzt waren die privaten Seenotretter mehrfach für ihr Engagement kritisiert worden, etwa weil Rettungseinsätze immer näher an der libyschen Küste stattfinden. Die Vorwürfe gingen so weit, dass unterstellt wurde, sie arbeiteten mit Schleppern zusammen. Dafür gibt es aber keine Beweise.