Tempelberg - Muslimische Verwaltung will Boykott zunächst fortsetzen
Jerusalem (APA/AFP/dpa) - Die muslimische Verwaltung der Gebetsstätten auf dem Tempelberg will den Boykott auch nach dem Abbau der Metalldet...
Jerusalem (APA/AFP/dpa) - Die muslimische Verwaltung der Gebetsstätten auf dem Tempelberg will den Boykott auch nach dem Abbau der Metalldetektoren durch Israels Sicherheitskräfte zunächst fortführen. Die Gläubigen sollten erst dann wieder auf den Tempelberg gelassen werden, wenn „die Situation wie vor dem 14. dieses Monats wiederhergestellt ist“, erklärte am Dienstag die Wakf-Stiftung, welche die heilige Stätte verwaltet.
An diesem Tag hatten Israels Behörden den Zugang zum Tempelberg (Arabisch: Al-Haram Al-Sharif) nach einem Attentat kurzzeitig gesperrt und dann mit Metalldetektoren versehen. Israel verteidigte die Metalldetektoren sowie am Sonntag zusätzlich angebrachte Überwachungskameras als Sicherheitsmaßnahmen. Von palästinensischer Seite werden sie jedoch als Übergriff und Versuch Israels gewertet, mehr Kontrolle über die heilige Stätte bzw. das gesamte Territorium zu erlangen und die „Unterdrückung“ der palästinensischen Bevölkerung zu verstärken.