Kater Stubbs ist tot: Dorf trauert um vierbeinigen Bürgermeister
In einem kleinen Dorf in Alaska endet eine kuriose Ära: Dort hat 20 Jahre lang ein Bürgermeister auf vier Beinen regiert. Jetzt starb Kater Stubbs friedlich im Kreise seiner Liebsten.
Talkeetna — Fast 20 Jahre lang bekleidete ein Vierbeiner das höchste Amt einer 900-Seelen-Gemeinde in Alaska. Als Einjähriger war Kater Stubbs 1998 zum Ehrenbürgermeister von Talkeetna gewählt worden. Einen menschlichen Bürgermeister gibt es dort nicht. Am Donnerstag starb die Fellnase im biblischen Katzen-Alter von 20 Jahren und drei Monaten.
Stubbs sei „nach einem erfüllten Leben friedlich eingeschlafen und dann im Himmel erwacht", gaben seine Besitzer, Familie Spone, am Sonntag bekannt. „Er war ein Kämpfer bis zum letzten Tag seines Leben", teilten sie mit.
Bis zuletzt habe Stubbs miauend verlangt, gestreichelt zu werden, und es sich stundenlang im Schoß seiner Besitzer gemütlich gemacht. Auf seine alten Tage war der Kater wohl amtsmüde geworden. Am liebsten verbrachte er seine Zeit zu Hause, berichtete der lokale Sender KTVA-TV.
Nachfolger bereits in der Warteschleife
Viel zu tun hatte Stubbs ohnehin nicht. Bei öffentlichen Auftritten ließ er sich bereitwillig streicheln und trank Wasser mit Katzenminze aus einem Margarita-Glas. Das machte ihn zur Touristenattraktion und zur Berühmtheit in Alaska.
Weil sich im Jahr 1998 kein Freiwilliger für das Amt des Bürgermeisters finden ließ, wählten die Bewohner kurzerhand den Kater zum Stadtoberhaupt — oder, wie es offiziell heißt: Honorary Feline Mayor, also Katzenehrenbürgermeister. Seitdem hatte Stubbs regiert. Er überlebte unter anderem die brutale Attacke eines Hundes im Jahr 2013 sowie die Falschmeldung über seinen Tod im vergangenen Jahr.
Jetzt ist sein Ableben Wirklichkeit. Grund genug, sich zu überlegen, wer denn in seine Fuß..., Pardon, Pfotenstapfen, treten kann. Und siehe da, es dürfte wohl wieder ein Kater werden. Das Kätzchen Denali biete sich aufgrund seiner Persönlichkeit als künftiger Bürgermeister an, schreiben Stubbs' Besitzer. „Er liebt die Aufmerksamkeit und verhält sich in Gesellschaft von Menschen wie ein junger Hund", heißt es in der Mitteilung. (tst)
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