Urteil: Russland muss einen der Täter im Nemzow-Mordfall entschädigen

Moskau/Straßburg (APA/dpa) - Russland muss einem der verurteilten Täter im Mordfall des russischen Oppositionellen Boris Nemzow 6.000 Euro E...

Moskau/Straßburg (APA/dpa) - Russland muss einem der verurteilten Täter im Mordfall des russischen Oppositionellen Boris Nemzow 6.000 Euro Entschädigung zahlen. Die Bedingungen, unter denen der Mann inhaftiert sei, verstießen gegen das Verbot einer unmenschlichen Behandlung, entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am Dienstag in Straßburg.

Die Beschwerden von zwei weiteren Mittätern wies der Gerichtshof als unzulässig ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Beschwerde-Nr. 18496/16)

Die drei Männer sowie zwei weitere Angeklagte waren im Juli für den Mord an dem ehemaligen Vizeregierungschef Nemzow zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Der Fall hatte international Bestürzung ausgelöst. Die Ermittler gehen von einem Auftragsmord aus, nach dessen Hintermännern immer noch international gefahndet wird.

~ WEB http://www.echr.coe.int/ ~ APA295 2017-07-25/14:09