Schwimmen: Auböck hat sein WM-Plansoll mit 2 Finali schon übererfüllt

Budapest (APA) - Zwei Finalteilnahmen bei Weltmeisterschaften auf der olympischen Langbahn hatten Österreichs Schwimmer zuletzt 2011 durch M...

Budapest (APA) - Zwei Finalteilnahmen bei Weltmeisterschaften auf der olympischen Langbahn hatten Österreichs Schwimmer zuletzt 2011 durch Markus Rogan (5.) und Dinko Jukic (7.). 2013 in Barcelona und 2015 in Kasan war kein OSV-Athlet in einem Endlauf. Nun in Budapest schlug Felix Auböck schon zweimal zu. Am Mittwoch (19.05 Uhr) über 800 m Kraul sollte er nun von seiner Erfahrung über 400 m Kraul (5.) profitieren.

„Ich versuche, mein eigenes Ding zu machen und mir das Beste von der Finalroutine über 400 m rauszupicken, was ich da durchgemacht habe“, erklärte Auböck am Dienstag rund eine Stunde, nachdem er mit klarem österreichischen Rekord von 7:49,24 Minuten und Vorlaufrang vier auf dem 800er aufgezeigt hatte. „Ich möchte einen tollen 800er schwimmen und wenn möglich auch noch (persönliche, Anm.) Bestzeit.“

Eine weitere Verbesserung um ein bis drei Sekunden traut sich der 20-Jährige von seinem Gefühl her zu, an eine Medaille denkt er dabei aber nicht. „Im Finale kann es genauso in die andere Richtung gehen. Ich denke, Sun Yang wird auf alle Fälle vor mir sein“, schätzt Auböck den im Vorlauf fünftplatzierten 400-m-Weltmeister erneut sehr stark ein.“ Der OSV-Jungstar wird auf Bahn sechs neben dem im Vorlauf zweitplatzierten Polen Wojciech Wojdak schwimmen.

Auböck ist auf ein flottes Rennen eingestellt: „Es wird auf alle Fälle schnell werden vorne heraus.“ Gegen Heat-Ende hat er die Anstrengungen der Vortage mit zwei 400ern und einem 200er gespürt, für seinen zweiten Medaillenkampf im Rahmen dieser Titelkämpfe sieht er sich aber in einer besseren Position. „Es wird um einiges besser werden mit einem Tag Regeneration. Da sollten dann die ersten 200, 300 m lockerer gehen, aber ungefähr dasselbe Tempo.“

Fakt ist, dass Auböck nach drei von acht Wettkampftagen sein gestecktes WM-Plansoll schon übererfüllt hat. Die Teilnahme an einer Finalsession hatte er anvisiert. Nun hat er schon zwei Endläufe auf der Habenseite. Und der 1.500er am Wochenende steht noch aus. „Jetzt habe ich zweimal mein Ziel erreicht“, zog er eine Zwischenbilanz. „Ich habe nicht gedacht, dass ich als Erster und Vierter ins Finale einziehe. Ich habe gedacht, dass ich so um Platz acht schwimme.“

Die Vorlauf-Bestzeit gleich zum Auftakt über 400 m Kraul war aber quasi eine Initialzündung. „Dieser Bombenstart hat mir sehr viel geholfen mit dem Selbstbewusstsein. Einfach, dass ich weiß, dass ich es draufhabe. Beim ersten Mal zu schaffen ist es viel schwieriger, als es beim nächsten Mal zu schaffen.“ Allerdings hat Auböck auf dem 800er noch recht wenig Erfahrung. Erst seit dieser Bewerb vor kurzem für Tokio 2020 olympisch wurde, hat er ihn mehr im Fokus.