Italien

Jagd auf Bärin im Trentino: Tierschützer verlangen Ermittlung

Symbolfoto.
© LPA/Pentori

Der Tierschutzverband verlangt von der Justiz ein Tötungsverbot für das Tier, das vergangenen Samstag einen Wanderer verletzt hatte.

Trento – Nachdem ein 70-Jähriger am Samstag im Trentino von einer Braunbärin verletzt worden ist, soll das Tier gefangen und in eine andere Region gebracht werden. Der italienische Tierschutzverband AIDAA fordert nun gerichtliche Ermittlungen um festzustellen, ob der Pensionist durch unvorsichtigen Verhalten die Reaktion der Braunbärin ausgelöst haben könnte.

Der Tierschutzverband verlangt von der Justiz ein Tötungsverbot für die Braunbärin, sollte diese eingefangen werden. Die Behörden im Trentino hatten den Fang und die Verlegung der Bärin in ein anderes Gebiet beschlossen. Die Tierschützer befürchten, dass die Jagd auf die Bärin wie im August 2014 ein schlechtes Ende nehmen könnte: Die Bärin „Daniza“, die im Trentino einen Schwammerlsucher verletzt hatte, war bei einem Einfangversuch nach einer Narkose gestorben.

Die Braunbären im Trentino vermehren sich und haben in den vergangenen Monaten mehrere Tiere gerissen. Ihre Zahl soll deshalb reduziert werden. Die autonome Provinz Trient forderte mehr Freiheit bei Fang und Tötung gefährlicher Braunbären. (APA)