Wetter spielt verrückt: Hagel an der Adria, Brände in Rom
Weißer Strand mal anders: Über mehreren Adria-Badeorten gingen heftige Hagel-Unwetter nieder. Inzwischen toben in anderen italienischen Regionen weiterhin Brände. Vor allem Sizilien ist betroffen, aber auch Rom.
Rom/Venedig — Das Wetter spielt in Teilen Italiens verrückt: Während in mehreren Regionen des Landes weiterhin schwere Brände toben und Italien von einer beispiellosen Wasserknappheit belastet ist, hat am Dienstagnachmittag heftiger Hagel mehrere Adria-Badeortschaften der Region Marken belastet.
Badegäste posteten auf Facebook Bilder der mit Hagel übersäten weißen Adria-Strände von San Benedetto del Tronto und von Grottamare. Heftige Niederschläge wüteten auch in Jesolo und in der Provinz Venedig. Die Landwirtschaft meldete schwere Schäden. Unweit des Hafens Giulianova wurden die Leichen von zwei Fischern geborgen, nachdem ihr Boot vermutlich wegen der hohen Wellen gekentert war.
Schwere Brände auf Sizilien, aber auch in Rom
Inzwischen toben weiterhin Brände, vor allem auf Sizilien. Südlich von Rom kämpften am Dienstag Feuerwehrleute stundenlang gegen die Flammen, die erneut im Pinienwald von Castel Fusano, der grünen Lunge der Hauptstadt, ausgebrochen ist. Bereits in den vergangenen Tagen waren hier schwere Brände ausgebrochen, berichteten italienische Medien.
Canadair-Flugzeuge und Hubschrauber löschten die Flammen in Castelfusano, die auch vom Strand von Ostia aus zu sehen waren. Bei einem weiteren Brand im Süden Roms stieg eine schwarze Rauchwolke auf, die sich im eleganten Viertel EUR verbreitete. Unbekannte hatten laut Feuerwehr große Mengen Müll angezündet.
In Mailand verursachte ein Brand schwere Schäden im Sitz einer Firma, die Haushaltsmüll recycelt. Ein Gebäude unweit der Mülldeponie musste evakuiert werden. Wegen des Feuers stieg eine schwarze Rauchwolke auf und starker Rauchgeruch verbreitete sich im nördlichen Teil Mailands. Die Behörden ließen die Luftqualität auf Dioxin in den Rauchwolken testen. (TT.com, APA)