Zürcher Börse schließt fester

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag auf breiter Front zugelegt und sich etwas von den Verlusten der Vortage erh...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag auf breiter Front zugelegt und sich etwas von den Verlusten der Vortage erholt. Inmitten der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison warteten vor allem Finanzwerte mit Kursgewinnen auf. Ein auf Rekordhoch gestiegener ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland unterstützte die Erholung. Der Euro näherte sich in der Folge weiter der Marke von 1,11 Franken.

Eine weitere Stütze für die Aktienkurse seien die wieder etwas festeren Ölpreise gewesen, hieß es im Handel. Diese profitierten vom Willen Saudi-Arabiens, die Exporte einzuschränken. Im Fokus steht erneut auch Griechenland. Das hoch verschuldete Land wagte den Schritt an den Finanzmarkt und sammelte erstmals seit fast drei Jahren eigenständig Geld an den Finanzmärkten ein. Am Nachmittag veröffentlichte US-Daten fielen uneinheitlich aus: So waren Daten vom Häusermarkt schwächer als gedacht, während das Verbrauchervertrauen Conference Board die Erwartungen der Volkswirte übertraf.

Der Swiss Market Index (SMI) stand zum Handelsende 0,45 Prozent höher bei 8.937,90 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legte um 0,55 Prozent auf 1.422,80 Punkte zu, und der breite Swiss Performance Index (SPI) kletterte um 0,30 Prozent auf 10.168,45 Punkte nach oben.

Lindt & Sprüngli standen nach Halbjahreszahlen unter Druck. Für die Namenaktien ging es um 3,5 Prozent abwärts. Der Schokoladenhersteller hatte die Erwartungen der Analysten mehrheitlich verfehlt. Folglich sah sich das Management zu einer Senkung seiner Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr veranlasst. Vor allem der wichtige Markt Nordamerika bremste die Geschäftsentwicklung.

An der Spitze der Rangliste standen die Finanzwerte. Diese profitierten laut Händlern von dem Umstand, dass der jüngste Zinsrückgang erst einmal gebremst sei. Allen voran legten die Aktien von Julius Bär um 3,2 Prozent an und knüpften an die starke Entwicklung vom Montag an. Bis zum bisherigen Rekordhoch vom Frühsommer vor zwei Jahren ist es laut Händlern nur noch ein Katzensprung.

Gesucht waren auch die Papiere der Großbanken Credit Suisse (+0,9 Prozent) und UBS (+1,7 Prozent). Beide Unternehmen wollen am Freitag ihre Quartalszahlen vorlegen. Deutlich fester gingen auch die Aktien der Versicherer Zurich (+1,5 Prozent), Bâloise (+1,5 Prozent), Swiss Re (+1,3 Prozent) und Swiss Life (+1,11) aus dem Handel.

Mit Vorschusslorbeeren bedacht wurden LafargeHolcim (+0,5 Prozent) und Lonza (+0,7 Prozent). Beide Konzerne wollen an diesem Mittwoch ihre Halbjahreszahlen veröffentlichen. Am Donnerstag folgen unter anderen Clariant (+0,8 Prozent) und Sika (+0,5 Prozent). Gesucht waren auch die Aktien von Adecco (+1,1 Prozent), die von guten Zahlen des Konkurrenten Randstad Auftrieb erhielten.

Von den drei Schwergewichten halfen Nestlé (+0,4 Prozent) und Novartis (+0,3 Prozent) dem Gesamtmarkt nur wenig, Roche (-0,2 Prozent) gar nicht. Abwärts ging es auch für Aryzta (-1,3 Prozent), SGS (-1,0 Prozent) sowie Vifor (-0,5 Prozent) und Richemont (-0,3 Prozent).

~ ISIN CH0009980894 ~ APA460 2017-07-25/19:15