Krankentransporte - Belegschaft droht mit Kampfmaßnahmen
Wien (APA) - Die Beschäftigten der Wiener Blaulichtorganisationen haben der Gewerkschaft in einer Betriebsversammlung am Dienstagabend das P...
Wien (APA) - Die Beschäftigten der Wiener Blaulichtorganisationen haben der Gewerkschaft in einer Betriebsversammlung am Dienstagabend das Pouvoir für Protestmaßnahmen erteilt. Die Gewerkschaft will nun mit Vertretern der Stadt und der Gebietskrankenkasse in Verhandlung treten und pocht auf den von Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) angekündigten Runden Tisch zum Thema Krankentransporte.
„Wir warten auf ein Datum“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. „Wir haben die Zustimmung der Belegschaft für weitere Protestmaßnahmen in ganz Wien - und zwar quer durch den Blumenstrauß gewerkschaftlicher Maßnahmen“, berichtete vida-Vorsitzender Helmut Gruber im Anschluss an die knapp zweistündige Versammlung der APA. 98,9 Prozent der rund 450 anwesenden Sanitär des Wiener Roten Kreuzes, des Grünen Kreuzes, der Johanniter und des Samariterbunds hätten sich für Protestmaßnahmen ausgesprochen, sollten die Verhandlungen nicht gut laufen.
„Somit haben wir auch das Pouvoir, dass wir mit den Körperschaften in Gespräche eintreten“, sagte Gruber. Man werde die Belegschaft laufend über die Verhandlungen informieren und eine weitere Versammlung einberufen, in der über konkrete Kampfmaßnahmen entschieden werden soll, sollte kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden.
Gestreikt werden wird also vorerst nicht, allerdings will die Gewerkschaft weiter in der Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam machen. Mit welchen Maßnahmen wollte Gruber noch nicht verraten. „Wir werden im öffentlichen Raum für Aufsehen sorgen“, kündigte er lediglich an.