UN: 2017 bisher mehr als 2.800 Menschenrechtsverletzungen im Kongo

Kinshasa (APA/dpa) - Die Vereinten Nationen haben in der Demokratischen Republik Kongo in den ersten sieben Monaten des Jahres mehr als 2.80...

Kinshasa (APA/dpa) - Die Vereinten Nationen haben in der Demokratischen Republik Kongo in den ersten sieben Monaten des Jahres mehr als 2.800 Menschenrechtsverletzungen gezählt. Wie die UNO am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, sind die meisten Gewalttaten in der kongolesischen Krisenregion Kasai verübt worden. 491 Menschen, darunter 140 Kinder seien getötet worden.

Insgesamt sollen in der Region fast 50 Massengräber entdeckt worden sein. 170 Menschen sind nach Angaben der UN wegen ihrer politischen Aktivitäten inhaftiert.

Der Konflikt in der vormals friedlichen Region Kasai im Zentrum des Landes war eskaliert, nachdem Sicherheitskräfte im August 2016 den Anführer der Rebellengruppe Kamuina Nsapu getötet hatten. Seitdem werden der Miliz sowie dem Militär schwere Verbrechen vorgeworfen. Rund 1,3 Millionen Menschen sind vor der Gewalt in dem zentralafrikanischen Land geflohen.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA041 2017-07-26/08:01