Ifo-Chef Fuest sieht Autoabsatz trotz Kartellverdacht nicht gefährdet
Berlin (APA/Reuters) - Der Kartellverdacht gegen deutsche Autobauer wird Ifo-Präsident Clemens Fuest zufolge nicht zu Absatzeinbrüchen führe...
Berlin (APA/Reuters) - Der Kartellverdacht gegen deutsche Autobauer wird Ifo-Präsident Clemens Fuest zufolge nicht zu Absatzeinbrüchen führen. „All diese Firmen produzieren trotz allem ja gute Autos“, sagte der Chef des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Mittwoch im Bayerischen Rundfunk.
„Die waren in der Vergangenheit zwar vielleicht etwas teurer für Konsumenten als sie hätten sein müssen, aber der Autoabsatz ist da nicht unmittelbar bedroht.“ Auch nach Bekanntwerden des Abgasskandals bei Volkswagen sei dort der Verkauf weiter gut gelaufen.
Den Ruf der Hersteller sieht Fuest allerdings beschädigt: „Ganz interessant ist die Wirkung an den Finanzmärkten, da sind die Autoaktien um insgesamt etwa zehn Milliarden gefallen“, so der Experte. Mögliche Strafzahlungen und Entschädigungen könnten die Konzerne verkraften. „Die haben ja gute Gewinne gemacht in der Vergangenheit und die würden das schon zahlen können. Das sind schon sehr große Firmen, die auch hohe Belastungen tragen können.“
Die EU-Kommission geht dem Verdacht illegaler Absprachen von VW, Audi, Porsche, Daimler und BMW nach. Der „Spiegel“ berichtete, die Autobauer hätten sich seit den 90er-Jahren in mehr als 60 Arbeitskreisen über Technik, Kosten, Zulieferer, Märkte und Strategien abgestimmt.
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