Volksanwaltschaft kritisiert Erhöhung der Friedhofsgebühren in Wien
Wien (APA) - Die Volksanwaltschaft kritisiert die Erhöhung der Friedhofsgebühren in Wien. Laut Volksanwältin Getrude Brinek beschweren sich ...
Wien (APA) - Die Volksanwaltschaft kritisiert die Erhöhung der Friedhofsgebühren in Wien. Laut Volksanwältin Getrude Brinek beschweren sich immer wieder Bürger über „massive und nicht nachvollziehbare Erhöhungen“. Sie kritisierte in einer Aussendung am Mittwoch, dass weder ein detailliertes Leistungsverzeichnis noch eine Lageklassifizierung verfügbar seien.
In einem „besonders drastischen Fall“ soll ein Wiener laut Brinek etwa anstatt 199 Euro nun für dasselbe Grab 420 Euro zahlen. Diese „massive Verteuerung durch einen marktbeherrschenden Anbieter wie die Wiener Friedhöfe GmbH“ sei „völlig inakzeptabel und keinesfalls nachvollziehbar“, so Brinek. „Für viele Menschen ist es einfach keine Option, ein Grab aufzulassen. Sie sind praktisch gezwungen, die Gebührenerhöhungen hinzunehmen. Gerade ältere Menschen mit eingeschränkten finanziellen Mitteln fallen diesem System zum Opfer“, sagte sie. Die Volksanwältin forderte die Wiener Friedhöfe GmbH auf, Berechnungen, Protokolle und Beschlüsse vorzulegen, aus denen die Erforderlichkeit der Gebührenerhöhungen hervorgeht, sowie zum Vorwurf der intransparenten Gebührengestaltung Stellung zu nehmen.