USA

Elfjährige geschwängert: „Das Mädchen hat mich vergewaltigt“

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Mehr als ein Jahr lang soll ein 38-Jähriger eine Elfjährige wiederholt sexuell missbraucht haben. Als sie bereits im vierten Monat schwanger war, brach sie ihr Schweigen. Der Mann will mit all dem nichts zu tun haben – und erhebt unglaubliche Vorwürfe.

Springfield – Ein Amerikaner (38) soll eine Elfjährige über Monate sexuell missbraucht haben, woraus eine Schwangerschaft resultierte. Vor Gericht wies der Angeklagte jegliche Schuld von sich. Stattdessen behauptet er, das Mädchen hätte ihn im Schlaf vergewaltigt.

Justin J. Armstrong plädierte vor dem Bezirkgericht in Springfield im US-Bundesstaat Massachusetts auf nicht schuldig. Richter Robert Murphy schenkte seinen Angaben keinen Glauben und verhängte Untersuchungshaft sowie eine Kaution von 50.000 US-Dollar.

Armstrong war am vergangenen Freitag verhaftet worden. Zwei Wochen zuvor hatte das elfjährige Mädchen ihr monatelanges Schweigen gebrochen und sich einem Freund ihrer Mutter anvertraut. Da war sie bereits im vierten Monat schwanger.

Ergebnis von DNA-Test ausständig

Der 38-Jährige soll das Kind in den vergangenen 18 Monaten mehrfach zum Sex gezwungen haben. Wiederholt soll er dem Mädchen gesagt haben, sie dürfe niemanden davon erzählen, ansonsten würde er ins Gefängnis kommen.

Die Polizei forschte den 38-Jährigen aus und konfrontierte ihn mit den Vorwürfen. Der Mann bestritt alles. Stattdessen behauptete er, das Mädchen sei jahrelang von einem Verwandten sexuell missbraucht worden. Als die Ermittler ihn über die Schwangerschaft des Mädchens unterrichteten, tischte er ihnen eine weitere Geschichte auf. „Es besteht die Möglichkeit, dass sie mich im Schlaf vergewaltigt hat“, soll er dem Staatsanwalt zu Folge gesagt haben.

Fünf Tage nach Bekanntwerden des Falls wurde die Schwangerschaft abgebrochen. Ärzte entnahmen eine fetale Gewebeprobe, um DNA-Untersuchungen durchführen zu können. Das Ergebnis stehe derzeit noch aus.

Armstrongs Verteidigerin, Anna-Marie Puryear, bat den Richter, die Kaution auf 3000 Dollar herabzusetzen. Mehr könne sich der Angeklagte nicht leisten. Auch habe er freiwillig eine DNA-Probe abgegeben und seine Unschuld sei noch nicht bewiesen. Zudem sei ihr Mandant strafrechtlich noch unbescholten und es bestehe keine Fluchtgefahr.

Richter Robert Murphy ließ sich von den Argumenten der Verteidigerin nicht beeinflussen und legte seine Kaution auf 50.000 Dollar fest. Zudem muss sich Armstrong von dem Mädchen fernhalten, darf sich auch nicht ihrem Zuhause nähern. Die nächste Verhandlung ist für den 24. August geplant. (tst)