„Feindseliger Akt“ - Iran will neue US-Sanktionen kontern
Beirut (APA/Reuters) - Die iranische Regierung will weitere Sanktionen der USA nicht unbeantwortet hinnehmen. Iranische Staatsmedien zitiert...
Beirut (APA/Reuters) - Die iranische Regierung will weitere Sanktionen der USA nicht unbeantwortet hinnehmen. Iranische Staatsmedien zitierten den Vize-Außenminister Abbas Araqchi am Mittwoch mit den Worten, neue Sanktionen wären „ganz klar ein feindseliger Akt“, auf den der Iran entschlossen reagieren würde. Auf welche Weise dies geschehen würde, sagte Araqchi nicht.
Das US-Repräsentantenhaus hatte am Dienstagabend gegen Russland, den Iran und Nordkorea Strafmaßnahmen auf Schiene gebracht, denen der US-Senat und Präsident Donald Trump aber noch zustimmen müssen. Trump hatte den Iran am Dienstag gewarnt, dieser müsse mit sehr großen Problemen rechnen, falls sich die Islamische Republik nicht an das Atomabkommen halte.
Vor einer Woche hatte Trump dem Iran noch bescheinigt, sich an das 2015 unter seinem Vorgänger Barack Obama ausgehandelte Atomabkommen mit dem Westen zu halten. Araqchi sagte, neue Sanktionen könnten dazu führen, dass der Iran weniger von dem Abkommen profitiere. Die USA hätten in der Vereinbarung aber zugesagt, von solchen Maßnahmen Abstand zu nehmen. Auch in Russland waren die anvisierten neuen Sanktionen auf scharfe Kritik gestoßen. Die Strafmaßnahmen sind nicht mit der EU abgestimmt, was rund um Energie- und Wirtschaftsinteressen auch Besorgnis etwa in der deutschen und österreichischen Wirtschaft und Politik ausgelöst hat.