US-Strandpromenade erhält Namen von Ozeanographie-Pionier Walter Munk

La Jolla (APA) - Dem 1917 in Wien geborenen Mitbegründer der Ozeanographie, Walter Munk, wird in seiner Wahlheimat im US-Bundesstaat Kalifor...

La Jolla (APA) - Dem 1917 in Wien geborenen Mitbegründer der Ozeanographie, Walter Munk, wird in seiner Wahlheimat im US-Bundesstaat Kalifornien eine eher ungewöhnliche Ehre zuteil: Ein Teil der Strandpromenade von La Jolla wird anlässlich des am 19. Oktober anstehenden 100. Geburtstages des Forschers nach ihm benannt, wie die „San Diego Union-Tribune“ online vermeldete.

Der einer Wiener Bankiersfamilie entstammende Munk wurde von seiner Familie mit 15 Jahren in die USA geschickt. Der Familientradition entsprechend sollte er dort zum Bankier ausgebildet werden. Munk übersiedelte dann allerdings nach Kalifornien, wo er im Alter von 22 Jahren beim Ozeanographie-Institut der University of California, der Scripps Institution in La Jolla, anheuerte. Dort wurde er Meeresforscher und stieg zu einem Väter der Ozeanographie auf.

Bekannt wurde Munk, der 1939 die US-Staatsbürgerschaft annahm, etwa durch seine Analysen zum Verhalten von Brandungswellen, die 1944 maßgeblich zum Gelingen der Invasion der Alliierten Truppen in der Normandie („D-Day“) beitrugen. Der vielfach ausgezeichnete Forscher veröffentlichte eine fast unüberschaubare Anzahl wissenschaftlicher Arbeiten zu verschiedensten Themen und ist weiter als emeritierter Professor wissenschaftlich tätig.

Munk, der seit nunmehr 78 Jahren mit der Stadt La Jolla verbunden ist, habe eine „unglaubliche Reihe an wissenschaftlichen Beiträgen und Entdeckungen“ vorzuweisen und sei zudem einer der Gründungsväter der University of California San Diego, wird Stadträtin Barbara Bry in dem Beitrag zitiert. Die Umbenennung des Promenaden-Abschnittes soll um den nahenden 100. Geburtstag Munks erfolgen.