Flaute in Indien belastet Siemens Gamesa stark

München (APA/dpa) - Der Windkraft-Anlagenbauer Siemens Gamesa leidet unter dem Zusammenbruch des indischen Marktes. Im dritten Geschäftsquar...

München (APA/dpa) - Der Windkraft-Anlagenbauer Siemens Gamesa leidet unter dem Zusammenbruch des indischen Marktes. Im dritten Geschäftsquartal sank der Umsatz um 7 Prozent auf unter 2,7 Mrd. Euro. Der um Integrationskosten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern fiel sogar um 21 Prozent auf 211 Mio. Euro, wie Siemens Gamesa am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich blieben 135 Mio. Euro Gewinn.

„In Indien brach der Markt aufgrund einer Umstellung im Auktionssystem vollständig ein, wird sich aber voraussichtlich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wieder stabilisieren“, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt erwarte es eine Marktbelebung im Erneuerbare-Energien-Sektor. Die Schwellenmärkte spielten weiterhin eine bedeutende Rolle. Das Wartungsgeschäft habe deutlich angezogen.

Siemens und der spanische Anlagenbauer Gamesa hatten sich vor einem Jahr zusammengetan. „Mit den Fortschritten bei der Integration beider Unternehmen sind wir äußerst zufrieden“, sagte Vorstandschef Markus Tacke. Die zunächst erwarteten Synergien von 230 Mio. Euro sollen jetzt innerhalb von drei Jahren erreicht werden, also ein Jahr früher als ursprünglich angekündigt.

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