„Beobachtungsstelle“: Hälfte von syrischer IS-Hochburg Raqqa erobert

Raqqa (Al-Raqqa) (APA/AFP) - Die von den USA unterstützten kurdisch-arabischen Einheiten haben bei ihrer Offensive auf die IS-Hochburg Raqqa...

Raqqa (Al-Raqqa) (APA/AFP) - Die von den USA unterstützten kurdisch-arabischen Einheiten haben bei ihrer Offensive auf die IS-Hochburg Raqqa im Norden Syriens laut Aktivisten inzwischen die Hälfte des Stadtgebiets erobert. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hätten trotz des „erbitterten Widerstands“ des IS 50 Prozent von Raqqa eingenommen, teilte die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ am Mittwoch mit.

Die Organisation in Großbritannien stützt sich auf Informanten vor Ort, ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden. Raqqa diente seit 2014 als informelle Hauptstadt des von der Jihadistenorganisation „Islamischer Staat“ (IS) ausgerufenen „Kalifats“. Die Großoffensive der SDF-Kämpfer auf die nordsyrische Stadt hatte Anfang Juni begonnen. Einen Monat später drangen sie dann erstmals in die Altstadt ein.

Die SDF-Einheiten werden von US-Spezialkräften und Flugzeugen der Anti-IS-Koalition unterstützt. Zehntausende Zivilisten flohen vor den Kämpfen. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen befinden sich noch 50.000 Bewohner in der Stadt.