Europas Leitbörsen zur Eröffnung uneinheitlich

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstagvormittag uneinheitlich gezeigt. Im Fokus stand vor allem die Vie...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstagvormittag uneinheitlich gezeigt. Im Fokus stand vor allem die Vielzahl an gemeldeten Unternehmensquartalsergebnissen. Die jüngsten Zuwächse beim Euro-Dollar-Kurs belasten jedoch etwas. Am Vorabend war der Euro zum US-Dollar auf den höchsten Stand seit Anfang 2015 geklettert.

Der Euro-Stoxx-50 legte bis 9.25 Uhr um 0,28 Prozent bei 3.501,08 Einheiten zu. Der DAX in Frankfurt fiel um 0,32 Prozent auf 12.265,89 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,25 Prozent auf 7.433,55 Punkte.

Schwache Erträge im zweiten Quartal haben den Aktienkurs der Deutschen Bank um 3,2 Prozent belastet. „Das zweite Quartal ist auf der Kostenseite überraschend gut verlaufen, während die Erträge vor allem unter einmaligen Effekten gelitten haben“, hieß es von Analystenseite.

Repsol-Papiere verbesserten sich um 0,6 Prozent. Der spanische Konzern hat im zweiten Quartal unter anderem von höheren Öl- und Gaspreisen profitiert und seinen Gewinn gesteigert. Das um verschiedene Faktoren bereinigte Nettoergebnis stieg um 44 Prozent auf 496 Millionen Euro. Das lag über dem von Repsol zusammen gestellten Analystenkonsensus von 447 Millionen Euro.

Total legten 0,4 Prozent zu. Der französische Ölkonzern hat seinen neuen Wachstumskurs im zweiten Quartal fortgesetzt. Im Zeitraum April bis Juni stieg der bereinigte Gewinn im Vorjahresvergleich um 14 Prozent auf 2,47 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit weniger gerechnet.

Royal Dutch Shell-Aktien reagierten auf die Ergebnisvorlage mit plus 0,5 Prozent. Der Ölkonzern hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahr. So stieg der um verschiedene Faktoren bereinigte Nettogewinn überraschend klar von rund 1 Mrd. auf 3,6 Mrd. US-Dollar.

Die Aktien der Deutschen Börse haben mit kräftigen Kurseinbußen von 4,2 Prozent auf die am Vorabend vorgelegten Geschäftszahlen reagiert. Ein Händler sagte, der Börsenbetreiber habe die Erwartungen verfehlt, der Gewinn je Aktie sei schwächer als gedacht.

Bayer verbilligten sich um 3,3 Prozent. Probleme im Pflanzenschutzgeschäft haben Bayer im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang eingebrockt. Das Konzernergebnis sank um gut elf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

VW-Aktien bremsten um ein Prozent. Der Volkswagen-Konzern rechnet trotz Diskussionen um Dieselfahrverbote und Manipulationen mit mehr Umsatz im laufenden Jahr. Die Konzernerlöse dürften 2017 nun um mehr als 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Vorher war VW von bis zu 4 Prozent ausgegangen. Die Wolfsburger steigerten zudem im zweiten Quartal den Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 59,7 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte auf mehr als das Doppelte und betrug 4,55 Mrd. Euro.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA093 2017-07-27/09:30