Polizei bestätigt: Umstrittene Vorrichtungen am Tempelberg abgebaut
Jerusalem (APA/AFP) - Israel hat nach eigenen Angaben die umstrittenen Sicherheitsvorrichtungen am Tempelberg in Jerusalem wieder vollständi...
Jerusalem (APA/AFP) - Israel hat nach eigenen Angaben die umstrittenen Sicherheitsvorrichtungen am Tempelberg in Jerusalem wieder vollständig entfernt. Die israelische Polizei erklärte am Donnerstag, die Zugangskontrollen seien nun wieder wie vor dem Anschlag in der Jerusalemer Altstadt am 14. Juli, bei dem zwei Polizisten getötet wurden.
Die verschärften Vorrichtungen hatten wütende Proteste von Palästinensern ausgelöst. In der Nacht wurden auch Absperrgitter und Gerüste mit Überwachungskameras abgebaut. Zuvor waren bereits Metalldetektoren entfernt worden. Palästinenservertreter wollen am Donnerstag bei einem Treffen entscheiden, ob sie ihre Proteste beenden.
Auf dem Tempelberg stand einst der Jerusalemer Tempel, das Zentralheiligtum der Juden, der im Jahr 70 n. Chr. von den Römern zerstört wurde. Heute befinden sich auf der Anhöhe mit der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom wichtige Heiligtümer der Muslime, die den Hügel als „Al-Haram al-Sharif“ (Edles Heiligtum) verehren. Die Juden beten an einem Mauerabschnitt am Fuß des Berges, der sogenannten Klagemauer - jenem allgemein zugänglichen Ort, der dem früheren Allerheiligsten am nächsten liegt. Dieser zentrale Raum des Tempels, der nur einmal im Jahr vom Hohepriester betreten werden durfte, lag vermutlich an der Stelle des heutigen muslimischen Felsendoms.