NR-Wahl

Düringer: „Stimme gegen das Politsystem“

Düringer will mit G!LT dafür sorgen, dass die Wahlstimmen nicht verloren gehen.

Von Michael Sprenger

Wien –Sein Projekt „G!LT“ ist ein Ergebnis der „Unzufriedenheit der Bürger gegen das Politsystem, gegen das Parteien-Hickhack“. Nur diese „wachsende Schar der Unzufriedenen“ hat am Wahltag keine Möglichkeit, „ihre Stimme gegen dieses System abzugeben“. Der Kabarettist Roland Düringer will mit G!LT nun dafür sorgen, dass diese „Stimmen nicht verloren gehen. Wer G!LT wählt, weiß, dass seine Stimme zählt.“

Düringer selbst stellt sich nicht der Wahl, er hat nur die Idee für G!LT, kämpft für die Realisierung und gibt den „Medien Futter“, wie er sagt. „Wie hätten Sie reagiert, wenn Sie ein Herr Ochsenhuber angerufen hätte. Mit dem Herrn Ochensenhuber hätte Sie wohl kein Gespräch geführt. Aber Sie kennen mich und deshalb kommen wir in die Medien.“

1000 Kandidaten haben sich gemeldet, die mitmachen wollen. Davon wurden 50 Bürger ausgewählt. Wer letztlich am Stimmzettel stehen wird, soll das Los entscheiden. „Gerechter geht es nicht. Wer es ins Parlament schafft, ist fortan Moderator der Bevölkerung. Unser Ziel ist es, dass Bürger künftig in alle Entscheidungsprozesse eingebunden werden.“

Jetzt muss Düringer bis 18. August die nötigen 2600 Unterschriften sammeln. „Ich hoffe, G!LT kommt auf den Wahlzettel.“ Und wenn nicht? „Dann ist das Projekt gescheitert. Die Welt wird sich weiterdrehen – und alle im System können weiterwurschteln.“