Britische Autobranche wird vor Brexit nervös
London (APA/Reuters) - Die britischen Autobauer und -händler spüren zunehmend die langen Schatten des Brexit. Die Produktion im Juni sank bi...
London (APA/Reuters) - Die britischen Autobauer und -händler spüren zunehmend die langen Schatten des Brexit. Die Produktion im Juni sank binnen Jahresfrist um rund 14 Prozent auf knapp 137.000 Fahrzeuge, wie der Branchenverband SMMT am Donnerstag mitteilte. Der Absatz lag nach dem ersten Halbjahr bei 866.656 Einheiten und damit drei Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Im Gesamtjahr 2017 dürften es eher 1,8 Millionen Fahrzeuge werden als die bisher veranschlagten 1,9 Millionen, sagte SMMT-Chef Mike Hawes. Die Regierung in London müsse nun ihre Pläne für die Autoindustrie vorlegen, wenn Großbritannien 2019 die EU verlässt.
Großbritannien ist seit mehreren Jahren für Autobauer insbesondere aus Asien eine Art Brückenkopf, um Fahrzeuge in Europa zu verkaufen. Mehr als die Hälfte der aus Großbritannien exportierten Autos geht in die EU. Aber die Einfuhrzölle für die EU liegen bei zehn Prozent. Dies stellt ein Risiko für die Autobranche in Großbritannien dar, wenn das Land in zwei Jahren die EU verlässt - und es bis dahin keinen neuen Handelsvertrag geben sollte.
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