Burgenländischer Tourismus im ersten Halbjahr mit leichtem Plus
Eisenstadt (APA) - Der burgenländische Tourismus kann im ersten Halbjahr 2017 sowohl bei den Nächtigungen als auch bei den Ankünften ein lei...
Eisenstadt (APA) - Der burgenländische Tourismus kann im ersten Halbjahr 2017 sowohl bei den Nächtigungen als auch bei den Ankünften ein leichtes Plus von 0,7 Prozent verzeichnen. In den ersten sechs Monaten seien 1.301.768 (+8.493) Nächtigungen und 454.585 (+3.115) Ankünfte verbucht worden, teilte Tourismuslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ) am Mittwoch mit.
Es sei eine Steigerung gelungen obwohl einige wichtige Hotels heuer aufgrund von Umbauten teilweise oder ganz geschlossen hätten, so der Landesrat. Zu den Gewinnern zählen die Regionen Neusiedler See und Mittelburgenland. Die Gebiete Rosalia mussten hingegen Rückgänge hinnehmen.
Der seit knapp einem Monat im Amt befindliche Burgenland Tourismus Geschäftsführer, Hannes Anton, zeigte sich auch für Juli und August zuversichtlich. Die Buchungslage sei gut, wenngleich die Gäste vermehrt dazu übergingen kurzfristig zu buchen. Die durchschnittliche Verweildauer betrage knapp über drei Tage. Der Altersdurchschnitt der Touristen liege bei 50 Jahren aufwärts.
Die meisten Touristen seien derzeit Inländer. Anton kündigte an, künftig auch verstärkt deutsche Urlauber ansprechen zu wollen. Weiters sollen Wein- und Kulturtouristen ins Burgenland geholt werden. Außerdem müsse die Qualität in den Betrieben weiter gesteigert werden.
Scharfe Kritik gab es von Anton am von der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See vergangenes Wochenende erteilten und inzwischen wieder aufgehobenen Badeverbot in Weiden am See. Dieses sei „leichtfertig“ verhängt worden, sagte der Touristiker. Mit so einer Aktion könne die jahrelange Aufbauarbeit wieder zunichtegemacht werden. Jede Meldung bezüglich einer schlechten Wasserqualität treffe den ganzen Neusiedler See und somit den Tourismus.
Der Tourismuslandesrat kritisierte auch Berichte, dass Hotels rund um den Neusiedler See aufgrund der tristen Buchungslage geschlossen hätten. Dies hätte sich bei einem Rundruf nicht bewahrheitet.