Erste Liga

Wacker will mit Herz und kühlem Kopf gegen Kapfenberger Riegel ran

Nach der verpatzten vergangenen Wacker-Saison herrscht rund ums Tivoli Aufbruchsstimmung.
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Für den neuformierten und zum Aufstieg verdammten FC Wacker Innsbruck zählen bei der heutigen Heimpremiere 2017/18 nur drei Punkte.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Heimspiele sind Pflichtsiege. Vor allem dann, wenn man als Aufstiegs­kandidat einen Außenseiter empfängt. Daher ist das Ziel des FC Wacker bei der heutigen Heimpremiere ab 18.30 Uhr gegen Kapfenberg schnell auf den Punkt gebracht – egal wie, drei Zähler müssen auf das schwarzgrüne Konto. Das ist auch der Aufbruchstimmung rund ums Tivolistadio­n geschuldet. Nach dem 1:1 zum Auftakt bei BW Linz ist auch Trainer Karl Daxbacher bewusst, dass heute entsprechend nachgelegt werden muss: „Es muss eine Wacker-Mannschaft auf dem Feld stehen, die den Fans auf der Tribüne von der ersten Minute an vermittelt, dass sie das Spiel mit allen Mitteln gewinnen will.“

Mit viel Herz, aber auch kühlem Kopf und natürlich einem entsprechenden Matchplan soll bzw. muss der FC Wacker die Steirer mit leeren Händen nach Hause schicken. „Einsatz, Laufbereitschaft und Kampfgeist setze ich voraus, dazu sind auch fußballerische Faktoren wie Passgenauigkeit oder Angriffe über mehrere Stationen gefragt“, so Daxbacher, der sich, die Mannschaft und auch das Publikum auf ein mögliches Geduldsspiel einstellt: „Wenn nicht das erhoffte schnelle Tor gelingt, dürfen wir nicht zu ungestüm mit dem Kopf gegen die Kapfenberger Wand rennen.“

Die völlig neuformierten Steirer mit dem 72-jährigen Trainer-Routinier Robert Pflug, ingesamt zehn Legionären im Kader und Ex-Wacker-Profi Daniel Rosenbichler bezogen zum Auftakt eine knappe 1:2-Niederlage gegen Liefering und werden im Tivoli wohl mit einer Kontertaktik auflaufen. In welcher Besetzung die Tiroler den Steirer-Riegel knacken sollen, ließ sich Daxbacher gestern noch offen. Fix ist, dass Simon Pirkl, Armin Hamzic und Lukas Hupfauf verletzt sind. Außerdem werden Goalie Christopher Knett, Martin Harrer, Daniele Gabriele, eventuell Matthias Maak und auch Eler-Ersatz Zlatko Dedic ihr Tivoli-Debüt feiern.

Die Publikumsinteresse ist jedenfalls wieder gestiegen, rund 2000 Karten wurden bereits im Vorverkauf für die Heimpremiere abgesetzt. Ex-FCW-Kapitän Alex Hauser wird heute in den schwarzgrünen Legendenklub aufgenommen, außerdem werden Patrik Eler, Christoph Kobleder, Alex Gründler und Sebastian Siller, der auch anwesend sein wird, offiziell verabschiedet.