Schwimmen: Rothbauer gingen über 200 m Brust im Finish die Kräfte aus
Budapest (APA) - Der Österreicher Christopher Rothbauer hat am Donnerstag bei den Budapester Schwimm-Weltmeisterschaften über 200 m Brust un...
Budapest (APA) - Der Österreicher Christopher Rothbauer hat am Donnerstag bei den Budapester Schwimm-Weltmeisterschaften über 200 m Brust unter 40 Aktiven Rang 25 belegt. In 2:13,61 Minuten verpasste er seine Bestzeit um 1,08 Sekunden, das Semifinale um 2,61 Sek. Dafür hätte er den von Maxim Podoprigora gehaltenen OSV-Rekord aus 2001 verbessern müssen. Am Wochenende treten noch Felix Auböck und Patrick Staber an.
Rothbauers erste Rennhälfte hatte gepasst, da lag er 75/100 unter der Durchgangsmarke seiner Topzeit. Diese hatte er am 6. April in Eindhoven mit 2:12,53 aufgestellt. „Auch bis 150 m war es noch in Ordnung, aber insgesamt hat die zweite Hälfte nicht so hingehauen wie vorgestellt“, erklärte der SVS-Schwimmer nach der mit seinem Coach Balasz Fehervari erfolgten Analyse. „Da war dann die Kraft weg. Woran es gelegen ist, wissen wir noch nicht.“
Der Sohn des OSV-Vizepräsidenten Peter Rothbauer meinte, in der Regeneration vielleicht doch zu viel Fokus auf den am Sonntag bestrittenen 100er gelegt zu haben. Auch wenn der 200er seine Hauptdistanz sei, wollte er die 100 m Brust nicht bloß zum Einschwimmen verwenden. „Bei einer WM kann ich mir das nicht leisten“, meinte der Brustlagenspezialist. „Vor den 200 war das Training aber auch gut. Ein WM-Rennen auf der Bahn 0 ist dann aber doch etwas Anderes.“
Dass er die nicht so beliebte Außenbahn zugeteilt erhalten hatte, ist im Vergleich zum Erfahrungsdefizit aber nur eine Randnotiz. „Die ‚Großen‘ sind viel routinierter und wissen, wie sie so ein Rennen anlegen müssen. Sie haben da eine innere Uhr“, erläuterte der Maturant. „Mir fehlt noch diese Routine.“ In seinem Alter würden sich auch noch körperlich etwas ändern. „Wenn ich größer und stärker werde, ändern sich auch die Parameter.“
Schon ein kleiner Fehler könne dann auf das ganze Rennen Auswirkung haben. Grundsätzlich habe er von seinem ersten WM-Rennen profitiert. „Ich war viel entspannter als am 100er.“ Da war Rothbauer 41. geworden. Ab Ende nächster Woche geht es für ihn beim Weltcup in Berlin (6./7. August) und Eindhoven (10./11.) weiter. Dabei soll es mit dem Limit für die Kurzbahn-EM im Dezember in Kopenhagen klappen. Davor rückt Rothbauer im Oktober beim Bundesheer ein.