Starker Euro macht USA-Urlaub billiger
Reisen in Länder außerhalb des Euroraumes werden billiger. Franken ist schwach wie zuletzt 2014.
Wien –Die Wirtschaft im Euroraum brummt, das stärkt den Euro. Verbraucher profitieren unter anderem bei Auslandsreisen davon. Die Stärke der Gemeinschaftswährung hat allerdings auch Schattenseiten.
Verbraucher merken es im Urlaub: Sie bekommen in einigen Ländern außerhalb des Euroraumes mehr für ihr Geld – insbesondere bei Trips in die USA. Die Gemeinschaftswährung steigt seit geraumer Zeit und erreichte zuletzt mit zeitweise 1,1777 Dollar den höchsten Stand gegenüber dem US-Dollar seit zweieinhalb Jahren.
Grund für den starken Euro sind gesunkene politische Unsicherheiten in der EU und die anziehende Wirtschaft. Gleichzeitig schwächt das sinkende Vertrauen in US-Präsident Donald Trump den US-Dollar.
Für Konsumenten bedeutet das, dass Rohstoffe wie beispielsweise Öl, die in der US-Währung gehandelt werden, im Einkauf tendenziell billiger werden. Das kann die Budgets der Verbraucher beim Tanken und Heizen entlasten.
Für die heimische Wirtschaft heißt das aber gleichzeitig, dass die in der EU hergestellten Produkte für Länder außerhalb des Währungsraumes teurer werden. Das kann die Nachfrage dämpfen. Für die exportorientierte Wirtschaft dürfte der Gegenwind vom Devisenmarkt eher zunehmen, sagt Commerzbank-Analyst Marco Wagner voraus. Von seinem Höchststand von mehr als 1,60 Dollar im Sommer 2008 ist der Euro aktuell allerdings noch deutlich entfernt.
Positiv ist diese Entwicklung auch für Besitzer von Frankenkrediten. Angesichts des anhaltenden Euro-Höhenflugs ist der Franken im Verhältnis zur Gemeinschaftswährung auf den schwächsten Stand seit zweieinhalb Jahren gefallen. Am Donnerstagmittag war ein Euro bis zu 1,1246 Franken wert. Schon seit Anfang Juli ist der Franken unter Druck. Auch Schweiz-Urlaubern kommt der schwächere Franken entgegen. (APA, dpa)