Fußball-Frauen-EM:England-Stürmerin White: ÖFB-Pressing „fantastisch“
Breda/Wageningen (APA) - Österreichs starke Vorstellung bei der Fußball-Frauen-EM in den Niederlanden ist auch der Konkurrenz nicht verborge...
Breda/Wageningen (APA) - Österreichs starke Vorstellung bei der Fußball-Frauen-EM in den Niederlanden ist auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben. Im Lager von England etwa hat man Respekt vor der Truppe von Teamchef Dominik Thalhammer. „Sie haben bisher großartig gespielt. Ihr Pressing ist fantastisch, ihr Fitnesszustand unglaublich“, sagte Stürmerin Ellen White im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.
Das ÖFB-1:1 gegen Mitfavorit Frankreich am Samstag habe sie mit Teamkolleginnen genau verfolgt. „Sie haben da eine großartige Leistung gezeigt. Sie schocken einige Teams bei dieser EM, das ist spannend zu sehen“, schilderte die 28-Jährige von Birmingham City. Allgemein sei es interessant zu sehen, dass auch andere europäische Teams nach vorne kommen.
Den Aufschwung der ÖFB-Truppe habe man durchaus erwarten können. „Es ist für mich nicht so eine Überraschung, sie haben vor ein paar Monaten im Testspiel gegen uns schon angedeutet, was sie können. Ich denke, sie können noch einiges erreichen in diesem Turnier“, sagte White vor Englands letztem Gruppenspiel gegen Portugal am (heutigen) Donnerstagabend in Tilburg.
Gegen Österreich könnte es für ihr Team voraussichtlich erst im Finale am 6. August gehen. Alles andere als Englands Sieg in der Gruppe D wäre nämlich eine faustdicke Überraschung, fix ist der schon bei einem Remis gegen die Portugiesinnen. Als Gegner Englands im Viertelfinale würde dann Frankreich warten, im Halbfinale Gastgeber Niederlande oder Schweden. Angepeilt wird der Titelgewinn.
Sollte es im Turnierverlauf zum Duell mit Österreich kommen, sei laut White ein hartes Spiel zu erwarten. Davon ging auch Lucy Bronze trotz des klaren 3:0 im Test in Milton Keynes am 10. April aus. „Wir haben damals sehr stark gespielt und ein gutes Ergebnis geholt, aber es ist eine völlig andere Atmosphäre bei einer Endrunde, als zu Hause in einem Testspiel. Das kann man nicht vergleichen“, erklärte die 25-Jährige. Die Kräfteverhältnisse scheinen rund dreieinhalb Monate später nicht mehr so eindeutig verteilt.