Europas Börsen wenig verändert, Vielzahl an Unternehmensergebnissen

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf wenig verändert tendiert. Marktteilnehmer verwiesen a...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf wenig verändert tendiert. Marktteilnehmer verwiesen auf den hohen Euro-Kurs zum Dollar als Belastungsfaktor, nachdem dieser am Vorabend auf den höchsten Stand seit Anfang 2015 geklettert war. Im Fokus steht zudem vor allem die auf Hochtouren laufende Berichtssaison.

Der Euro-Stoxx-50 verlor magere 0,03 Prozent auf 3.490,07 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.20 Uhr mit 12.238,75 Punkten und minus 0,54 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um moderate 0,02 Prozent und steht nun bei 7.451,06 Stellen.

Die vorgelegten Quartalsausweise bzw. Unternehmensmeldungen sorgten zum Teil für satte Kursausschläge. Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat einen Rückschlag bei einer wichtigen Lungenkrebsstudie erlitten. Die Anleger reagierten geschockt, die Aktie brach um mehr als 16 Prozent ein. Die gleichzeitig vermeldeten Halbjahreszahlen fielen durchwachsen aus.

Diageo zogen deutliche 6,8 Prozent hoch. Der weltgrößte Schnapshersteller kommt bei seinem Sparkurs besser voran als gedacht. Aus diesem Grund erhöhte der Hersteller von Marken wie Smirnoff-Wodka, Johnnie-Walker-Whisky und Guinness-Bier seine Prognose für das mittelfristige Margen- und Sparziel.

Schwache Erträge im zweiten Quartal haben den Aktienkurs der Deutschen Bank um 3,8 Prozent belastet. „Das zweite Quartal ist auf der Kostenseite überraschend gut verlaufen, während die Erträge vor allem unter einmaligen Effekten gelitten haben“, hieß es von Analystenseite.

Der Chemiekonzern BASF meldete erneut einen Gewinnsprung und hob seine Prognosen an. Die Papiere fielen jedoch 1,6 Prozent. Ein Analyst bezeichnete den angehobenen Ausblick als wenig überraschend.

Im Gegensatz zur BASF musste der Agrarchemie- und Pharmahersteller Bayer seine Prognose nach dem zweiten Quartal senken. Die Anteile verloren 2,9 Prozent.

Aktien von Nokia sind nach der Zahlenvorlage drei Prozent gestiegen. Der Telekomausrüster konnte im zweiten Quartal den Umsatzschwund stoppen und den Verlust um gut ein Drittel auf 423 Millionen Euro reduzieren. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn kletterte sogar um 73 Prozent auf 574 Millionen Euro, was deutlich mehr war als von Experten erwartet.

Airbus verloren 3,9 Prozent an Höhe. Weiterhin schwache Geschäfte mit dem Riesenjet A380 und Probleme beim Verkaufsschlager A320neo haben die Aktionäre des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns verstimmt. Zudem brach der Gewinn im zweiten Quartal um rund ein Drittel ein.

Telefonica zogen 3,4 Prozent hoch. Der spanische Telekomkonzern ist dank seiner kräftig zulegenden lateinamerikanischen Töchter im zweiten Quartal schneller vorangekommen. Insgesamt kletterten die Erlöse im Vorjahresvergleich um rund zwei Prozent auf knapp 13 Mrd. Euro.

Orange gewannen 2,3 Prozent. Der französische Telekomkonzern kann weiter vom kräftigen Aufschwung in seinem wichtigen Auslandsmarkt Spanien profitieren. Zudem wuchsen auch in der Heimat im zweiten Quartal die Erlöse knapp. Der Umsatz legte um 1,4 Prozent auf 10,2 Mrd. Euro zu.

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