Verein für Konsumenteninformation

Test: Die meisten Buntstifte sind extrem schadstoffbelastet

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© APA/GEORG HOCHMUTH

Der VKI hat 20 Fabrikate unter die Lupe genommen und fand unter anderem mehrere Stoffe, die in der EU als krebserregend oder anderweitig gesundheitsschädlich eingestuft sind.

Wien – Malen und zeichnen fördert nicht nur die Kreativität, sondern ermöglicht vor allem Kindern, ihre eigene Fantasiewelt festzuhalten. Umso problematischer ist es da, wenn Buntstifte Stoffe enthalten, mit denen Kinder auf keinen Fall in Berührung kommen sollten.

Der VKI testete im Labor Farbstifte von 20 verschiedenen Herstellern. Die Preise für jeweils 12 Stifte reichten dabei von 1,29 bis 9,99 Euro. Im Qualitätstest überzeugten die meisten Produkte mit einem „gut“ oder „sehr gut“.

Ganz gegensätzlich fielen laut VKI die Tests allerdings über enthaltene Schadstoffe aus. Die Stifte wurden auf Schwermetalle und Metalle, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, aromatische Amine und Weichmacher untersucht. Hier falle das Urteil vernichtend aus. Mehrere Stoffe, die in der EU als krebserregend oder anderweitig gesundheitsschädlich eingestuft sind, würden sich in den Malutensilien finden.

„Buntstifte werden hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen verwendet. Umso wichtiger wäre es, würden sich die Hersteller noch intensiver mit dem Thema Schadstoffe auseinandersetzen“, meint Christian Undeutsch, Projektleiter beim VKI. Nur sechs von 20 Produkten erreichten schließlich ein positives Testergebnis, wovon das beste „gut“ war. Das negative Gesamtergebnis mit 14 „nicht zufriedenstellend“ ist laut VKI auf die entdeckten Schadstoffe zurückzuführen. (TT.com)