Abgas-Skandal

Dobrindt verhängt Zulassungsverbot für Porsche-Modell

Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt.
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Bei einem Modell des Porsche Cayenne ist eine unzulässige Abschalteinrichtung für die Reinigung von Abgasen festgestellt worden.

Berlin – Deutschlands Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat im Dieselskandal ein Zulassungsverbot für bestimmte Fahrzeuge des Modells Porsche Cayenne verfügt. Der Minister erklärte diesen Schritt am Donnerstag mit einer illegalen Software für die Abgassteuerung, die in dem Fahrzeug verbaut sei.

Bei einem Modell des Porsche Cayenne ist eine unzulässige Abschalteinrichtung für die Reinigung von Abgasen festgestellt worden. Für europaweit 22.000 Fahrzeuge des Cayenne 3 Liter TDI werde nun ein Pflicht-Rückruf angeordnet, sagte Dobrindt am Donnerstag in Berlin. Zuvor hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet. Zudem werde ein Zulassungsverbot für die betroffenen Modelle erlassen, so dass keine weiteren Fahrzeuge auf den Markt kommen können.

Dobrindt zufolge betrifft der Rückruf das Modell Cayenne Drei-Liter TDI Euro 6. „Auf dem Rollenprüfstand springt bei diesen Fahrzeugen eine sogenannte Aufwärmstrategie an, die im Realverkehr nicht aktiviert wird“, sagte Dobrindt. Demnach erkennt das Fahrzeug durch die illegale Software, ob es im Prüfstand fährt. „Wir stufen das als unzulässige Abschalteinrichtung ein.“

Der Porsche-Mutterkonzern VW hatte im September 2015 zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge unterschiedlicher Marken des Konzerns eine illegale Software eingebaut zu haben. Das Programm reduziert den Ausstoß von schädlichen Stickoxiden bei standardisierten Tests. Auch andere Autobauer sehen sich mit Vorwürfen konfrontiert, illegale Abschalteinrichtungen zur Senkung des Schadstoffausstoßes in Dieselfahrzeuge eingebaut zu haben. (APA, Reuters, dpa)