Europas Leitbörsen mehrheitlich etwas leichter, Ergebnisse im Fokus
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag mehrheitlich etwas leichter aus dem Handel gegangen. Der Tag wurde ...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag mehrheitlich etwas leichter aus dem Handel gegangen. Der Tag wurde vor allem durch die große Zahl an vorgelegten Quartalsbilanzen geprägt. Der Euro-Stoxx-50 stieg aber um moderate 0,06 Prozent auf 3.493,14 Zähler.
Die präsentierten Unternehmensergebnisse bzw. Meldungen sorgten zum Teil für satte Kursausschläge. Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat einen Rückschlag bei einer wichtigen Lungenkrebsstudie erlitten. Die Anleger reagierten geschockt, die Aktie brach um mehr als 15 Prozent ein. Die gleichzeitig vermeldeten Halbjahreszahlen fielen durchwachsen aus.
Diageo zogen deutliche sechs Prozent hoch. Der weltgrößte Schnapshersteller kommt bei seinem Sparkurs besser voran als gedacht. Aus diesem Grund erhöhte der Hersteller von Marken wie Smirnoff-Wodka, Johnnie-Walker-Whisky und Guinness-Bier seine Prognose für das mittelfristige Margen- und Sparziel.
Schwache Erträge im zweiten Quartal haben den Aktienkurs der Deutschen Bank um massive 6,5 Prozent belastet. Zudem müssen die Aktionäre der Deutschen Bank womöglich auf eine Gewinnausschüttung für das laufende Jahr verzichten. Keine Dividende zu zahlen, sei nun wieder eine Option, sagte Vorstandschef John Cryan.
Fiat Chrysler schlossen mit einem kleinen Rückgang von 0,10 Prozent. Dank besserer Geschäfte in Europa und Lateinamerika hat der amerikanisch-italienische Autohersteller im zweiten Quartal etwas mehr verdient als von Experten erwartet. In den drei Monaten kletterte der Gewinn um 15 Prozent auf 1,87 Mrd. Euro. Der Umsatz blieb bei 27,9 Mrd. Euro in etwa stabil.
Der Chemiekonzern BASF meldete erneut einen Gewinnsprung und hob seine Prognosen an. Die Papiere fielen jedoch zwei Prozent. Ein Analyst bezeichnete den angehobenen Ausblick als wenig überraschend.
Im Gegensatz zur BASF musste der Agrarchemie- und Pharmahersteller Bayer seine Prognose nach dem zweiten Quartal senken. Die Anteile verloren drei Prozent.
Aktien von Nokia sind nach der Zahlenvorlage 3,1 Prozent gestiegen. Der Telekomausrüster konnte im zweiten Quartal den Umsatzschwund stoppen und den Verlust um gut ein Drittel auf 423 Mio. Euro reduzieren. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn kletterte sogar um 73 Prozent auf 574 Millionen Euro, was deutlich mehr war als von Experten erwartet.
Airbus verloren 3,2 Prozent an Höhe. Weiterhin schwache Geschäfte mit dem Riesenjet A380 und Probleme beim Verkaufsschlager A320neo haben die Aktionäre des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns verstimmt. Zudem brach der Gewinn im zweiten Quartal um rund ein Drittel ein.
Telefonica zogen 3,5 Prozent hoch. Der spanische Telekomkonzern ist dank seiner kräftig zulegenden lateinamerikanischen Töchter im zweiten Quartal schneller vorangekommen. Insgesamt kletterten die Erlöse im Vorjahresvergleich um rund zwei Prozent auf knapp 13 Mrd. Euro.
Orange gewannen 1,1 Prozent. Der französische Telekomkonzern kann weiter vom kräftigen Aufschwung in seinem wichtigen Auslandsmarkt Spanien profitieren. Zudem wuchsen auch in der Heimat im zweiten Quartal die Erlöse knapp. Der Umsatz legte um 1,4 Prozent auf 10,2 Mrd. Euro zu.
~
Index Änderung Änderung Zuletzt
Punkte Prozent Wien ATX 3.254,34 11,24 0,35 3.243,10 Frankfurt DAX 12.212,04 -93,07 -0,76 12.305,11 London FT-SE-100 7.443,01 -9,31 -0,12 7.452,32 Paris CAC-40 5.186,95 -3,22 -0,06 5.190,17 Zürich SPI 10.262,63 31,23 0,31 10.231,40 Mailand FTSEMIB 21.634,72 57,16 0,26 21.577,56 Madrid IBEX-35 10.603,40 28,00 0,26 10.575,40 Amsterdam AEX 530,35 2,63 0,50 527,72 Brüssel BEL-20 3.985,60 32,90 0,83 3.952,70 Stockholm SX Gesamt 1.570,48 -9,74 -0,62 1.580,22 Europa Euro-Stoxx-5 3.493,14 1,95 0,06 3.491,19
0
Euro-Stoxx 378,89 0,13 0,03 378,76 ~
~ ISIN EU0009658145 ~ APA512 2017-07-27/18:10