Iran: „Raketentest erfolgreich verlaufen“

Teheran/Washington (APA) - Der Iran habe eine Rakete „erfolgreich getestet“, die Satelliten in den Weltraum befördern könne, berichten am Do...

Teheran/Washington (APA) - Der Iran habe eine Rakete „erfolgreich getestet“, die Satelliten in den Weltraum befördern könne, berichten am Donnerstag staatsnahe iranische Medien. Die USA vermuten aber, dass sie auch nukleare Waffen transportieren könne, so Reuters. Der Satellitenträger „Simorgh“ sei in der Lage, größere, bis zu 250 Kilogramm schwere, Satelliten in eine Umlaufbahn in 500 Kilometer Höhe zu transportieren.

Die USA werfen dem Iran vor, gegen UN-Resolutionen zu verstoßen, die dem Land verbieten, Raketen zu testen, die in der Lage wären, nukleare Waffen zu befördern. Teheran weist die Vorwürfe zurück: Die Raketen könnten keine nuklearen Waffen transportieren.

Der Raketentest erfolgte im Rahmen der Eröffnung des Imam Khomeini Raumfahrtzentrums. Dies sei das erste Raumfahrtzentrum im Iran, in dem Vorbereitung, Start, Kontrolle und Lenkung von Satelliten stattfinden könnten, berichtet das staatsnahe Nachrichtenportal yjc.ir. „Das Zentrum erfüllt die neuesten internationalen Standards und Irans Bedürfnisse in der erdnahen Umlaufbahn“, hieß es.

Erst am Dienstag hatte ein US-Kriegsschiff nach Angaben eines US-Vertreters Warnschüsse auf ein iranisches Schiff im nördlichen Golf abgefeuert. Das Patrouillenboot „Thunderbolt“ habe die Schüsse abgegeben, nachdem sich das mutmaßliche Schiff der Revolutionsgarden bis auf knapp 140 Meter genähert und dessen Besatzung weder auf Funksprüche noch auf Signale mit dem Schiffshorn reagiert habe.

Das US-Repräsentantenhaus hat am Dienstag mit überwältigender Mehrheit einen Gesetzentwurf verabschiedet, der weitere Sanktionen gegen den Iran vorsieht. 419 der Abgeordneten stimmten dafür, drei votierten dagegen.