Schwimmen: US-Team trumpfte in WM-Finalsession mit 3-mal Gold auf

Budapest (APA) - Das US-amerikanische Team hat am Donnerstag bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest drei von fünf vergebenen Goldme...

Budapest (APA) - Das US-amerikanische Team hat am Donnerstag bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest drei von fünf vergebenen Goldmedaillen geholt. Die Krönung war ein Doppelsieg über 100 m Kraul durch Calaeb Dressel und Nathan Adrian. Außerdem schlug Chase Kalisz über 200 m Lagen und bei den Damen die von Katie Ledecky angeführte Kraulstaffel über 4 x 200 m zu. Es war ihr in der Duna Arena viertes Gold.

Über 100 m Kraul fixierte Dressel den siebenten US-WM-Erfolg in diesem Bewerb, eine der „Königsdisziplinen“, aber den ersten seit 2001. Einen US-Doppelerfolg hatte es bisher auch 1978 gegeben. Dressel blieb in 47,17 Sekunden nur 26/100 über dem acht Jahre alten Weltrekord des Brasilianers Cesar Cielo und distanzierte Adrian um gleich sieben Zehntel. Bronze ging nur zwei Hundertstel dahinter an den Franzosen Mehdy Metella.

Kalisz setzte in 1:55,56 eine US-Erfolgsserie über 200 m Lagen fort, war es doch der achte US-Erfolg in WM-Endläufen in Folge. Davor hatten Michael Phelps dreimal und Ryan Lochte viermal in Serie triumphiert. Zuletzt hatte es übrigens bei Olympia und WM 2001 in Fukuoka einen anderen Weltmeister über 200 m Lagen als Phelps oder Lochte gegeben. Auch Markus Rogan versuchte da bei der WM 2011 und Olympia 2012 vergeblich, dazwischenzufunken.

Die lange Damen-Kraulstaffel entwickelte sich zum Duell Chinas mit den USA. Ledecky aber packte als Schluss-Schwimmerin die mit 1:54,02 (fliegend) klar beste Zeit des Feldes aus und brachte in 7:43,39 sicher ihr insgesamt 13. WM-Gold heim. Beim siebenten US-Titelgewinn in diesem Bewerb waren noch Leah Smith, Mallory Comerford und Melanie Margalis dabei. China kam in 7:44,96 an, das australische Quartett rettete in 7:48,51 um 8/100 vor Russland Bronze.

Über 200 m Delfin der Damen jubelte das ungarische Publikum über Katinka Hosszus insgesamt drittes WM-Bronze in diesem Bewerb nach 2009 und 2013. Im Gold-Duell kürte sich Olympiasiegerin Belmonte in 2:05,26 als erst zweite Spanierin überhaupt zur Weltmeisterin. Die Semifinal-Schnellste Franziska Hentke beendete 13/100 zurück die Medaillen-Durststrecke der deutschen Damen. Zuletzt hatte Britta Steffen 2009 mit Gold über 50 m Kraul zugeschlagen.

Eine hauchdünne Entscheidung gab es im Rückensprint der Damen. Die Brasilianerin Etienne Medeiros gewann in 27,14 Sekunden Südamerikas ersten WM-Rücken-Titel bei Damen und Herren gemeinsam. Chinas Titelverteidigerin Fu Yuanhui lag 1/100 zurück. Dahinter wurde die 31-jährige Aljaksandra Herasimenja zur ältesten WM-Medaillengewinnerin auf Rückenstrecken. In 27,23 egalisierte die Weißrussin den Europarekord der Deutschen Daniela Samulski von 2009.

Einen weiteren Europarekord gab es im Semifinale über 200 m Brust der Herren. Der Russe Anton Tschupkow drückte die vier Jahre alte Bestmarke des diesmal als 17. der Vorläufe ausgeschiedenen ungarischen Olympiasiegers Daniel Gyuarta in 2:07,14 Minuten um 9/100. Die USA führen die Medaillenwertung der Beckenbewerbe nach 23 Entscheidungen mit neunmal Gold bzw. 20 Medaillen überlegen an. China und Großbritannien folgen mit je drei Titeln.