Fußball-Europa-League-Quali

Sturm Graz gegen Fenerbahce 1:2, Altach wahrt Aufstiegschancde

Samuel Gigot (Gent) und Altachs Torschütze zum 1:0, Louis Ngwat Mahop (re.)
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Die Austria erreicht zu Hause nur ein enttäuschendes 0:0 gegen Limassol. Für Sturm Graz war es bereits die achte Europacup-Heimniederlage en suite.

Graz – Sturm Graz steht nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Fenerbahce Istanbul in der dritten Qualifikationsrunde zur Fußball-Europa-League vor dem Aus. Zwar brachte Stefan Hierländer die „Blackies“ am Donnerstagabend im mit 15.323 Zuschauern ausverkauften Stadion früh in Führung (10.). Doch ein Eigentor von Dario Maresic (29.) und ein Kopfball-Treffer von Roman Neustädter (34.) sorgten für die Wende.

Es war die bereits achte Europacup-Heimniederlage en suite für Sturm. Damit sollte das Rückspiel für Fenerbahce in einer Woche im heimischen Sükrü-Saracoglu-Stadion in Istanbul nur noch Formsache sein. Der Aufsteiger dieses Duells spielt dann im Play-off um einen Platz in der Gruppenphase der Europa League, für den Verlierer ist die Europacup-Saison dagegen schon Anfang August zu Ende.

Stefan Hierländer (Sturm Graz /links) und Martin Skrtel (Fenerbahce)
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Altachs wahrt Aufstiegschancen

Der SCR Altach hat im Hinspiel der dritten Runde in der Qualifikation zur Fußball-Europa-League auswärts bei KAA Gent ein überraschendes 1:1-(1:0)-Unentschieden erkämpft. Die Vorarlberger gingen bereits nach fünf Minuten durch Louis Ngwat-Mahop in Führung, mussten jedoch in der Schlussphase den Ausgleich durch den eingewechselten Kalifa Coulibaly hinnehmen und waren damit noch gut bedient.

Altach erwischte vor rund 15.000 Zuschauern, darunter auch etwa 100 Schlachtenbummler aus Vorarlberg, einen Traumstart und ging mit der ersten Chance in Führung. Nach einer Flanke von Kristijan Dobras köpfelte Simon Piesinger den Ball zunächst an die Stange, ehe Ngwat-Mahop im Nachsetzen traf. Nur wenige Augenblicke später hatte Stefan Nutz das zweite Tor auf dem Fuß, scheiterte aber an Gent-Goalie Lovre Kalinic.

Fortan übernahmen jedoch die Belgier das Kommando. Mit ihrem 3-4-3-System bespielten sie vor allem die rechte Abwehrseite der Altacher, wo Emanuel Salkic bereits nach 13 Minuten für den verletzten Andreas Lienhart einspringen musste, nach Belieben. Zunächst hielt der Abwehrverbund der Gäste noch.

Eine Viertelstunde vor Schluss schlugen die Belgier dann eiskalt zu. Nachdem Ngamaleu den Sitzer auf die Entscheidung ausgelassen hatte, schloss Coulibaly den Gegenangriff erfolgreich ab. In den Schlussminuten brauchten die Vorarlberger noch einmal ihr ganzes Glück. Zunächst schoss Kubo über das Tor (87.). In der Nachspielzeit rettete die Innenstange bei einem Sylla-Freistoß für den geschlagenen Kobras.

Am Ende erkämpften die Altacher somit ein unter dem Strich schmeichelhaftes Remis, das ihnen für das Rückspiel am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr) auf dem Innsbrucker Tivoli alle Chancen offen lässt.

„Veilchen“ gegen Außenseiter spielerisch enttäuschend

Der Aufstieg ins Play-off der Fußball-Europa-League ist für die Wiener Austria noch nicht in trockenen Tüchern. Im Hinspiel mussten sich spielerisch enttäuschende „Veilchen“ am Donnerstag im Happel-Stadion gegen Außenseiter AEL Limassol mit einem 0:0 begnügen und sind im Rückspiel in Zypern am kommenden Mittwoch gefordert. Der mühsame Saisonstart ist prolongiert, weiter fehlt ein Pflichtspieltor.

Die Austria wirkte nach dem Stolperstart in Cup und Meisterschaft von Beginn an etwas gehemmt, verstand es in der ersten Hälfte nur selten, die kompakte Defensive des Gegners auszuhebeln. Auch Taktgeber Raphael Holzhauser, beim 0:3 in Altach noch gesperrt, konnte vorerst keine entscheidenden Impulse liefern. Immerhin kam man zu einigen brauchbaren Chancen.

Die Austria agierte nach dem Seitenwechsel weiter zu ideen- und harmlos. AEL zogen ab der 20. Minute seinen Konterfußball durch, kam nach der Pause aber zu keiner einzigen Chance. Die Fink-Elf erhöhten erst in den letzten 20 Minuten die Schlagzahl deutlich und erspielten sich prompt mehrere Chancen.

In der 79. Minute schien der Bann nach einem Grünwald-Treffer gebrochen, die Ernüchterung nach der - korrekten - Abseitsentscheidung fiel dementsprechend aus. Fink warf im Finish mit Dominik Prokop und Christoph Monschein zwei weitere Offensivleute ins Geschehen, die Wirkung blieb aber aus. (APA)

Drittrunden-Ergebnisse Europa-League-Qualifikation:

FK Austria Wien - AEL Limassol (CYP) 0:0

KAA Gent - SCR Altach 1:1 (0:1)

Universitatea Craiova (ROM) - AC Milan 0:1 (0:1)

Arka Gdynia (POL) - FC Midtjylland (DEN) 3:2 (2:2)

Bröndby Kopenhagen - Hajduk Split 0:0

Panathinaikos Athen - FK Qäbälä (AZE) 1:0 (1:0)

Girondins Bordeaux - Videoton Szekesfehervar 2:1 (2:1)

Roter Stern Belgrad - Sparta Prag 2:0 (1:0)

Olympique Marseille - KV Oostende (BEL) 4:2 (2:1)

Dinamo Zagreb - Odds Grenland (NOR) 2:1 (2:1)

Aberdeen FC - Apollon Limassol (CYP) 2:1 (1:0)

SC Freiburg - NK Domzale (SLO) 1:0 (1:0)

Everton - MFK Ruzomberok (SVK) 1:0 (0:0)