Hilfsorganisationen erneut zur Beratung über Verhaltenskodex in Rom

Rom (APA/dpa) - Private Seenotretter kommen am Freitag (12.00 Uhr) erneut zu Beratungen über einen Verhaltenskodex als Grundlage für ihre Ei...

Rom (APA/dpa) - Private Seenotretter kommen am Freitag (12.00 Uhr) erneut zu Beratungen über einen Verhaltenskodex als Grundlage für ihre Einsätze auf dem Mittelmeer ins Innenministerium nach Rom. Am Dienstag war ein erstes Treffen mit Regierungsbeamten ergebnislos zu Ende gegangen. Am Freitag sollen die Hilfsorganisationen Anmerkungen und Ergänzungen zu dem Entwurf des Regelkatalogs einbringen.

Bei dem Treffen am Dienstag waren Vertreter der Organisationen Jugend Rettet, SOS Mediterranee, Ärzte ohne Grenzen, Save the Children, Sea-Watch, Sea-Eye und MOAS dabei. Sie retten Migranten mit gut einem Dutzend Rettungsschiffen auf ihrem Weg auf klapprigen Holz- oder seeuntüchtigen Gummibooten von Afrika nach Europa aus Seenot und waren für ihr Engagement mehrfach kritisiert worden, etwa weil Rettungseinsätze immer näher an der libyschen Küste stattfinden. Die Vorwürfe gingen so weit, dass unterstellt wurde, sie arbeiteten mit Schleppern zusammen. Dafür gibt es aber keine Beweise. Im Gegenzug zeigten sich die Hilfsorganisationen durch den Vorstoß der Regierung in Rom verunsichert, sie auf Regeln verpflichten zu wollen, die sie nach internationalem Seerecht zum Teil ohnehin befolgen müssen.