US-Kommandant würde auf Trumps Befehl Atombombe auf China abwerfen

Canberra (APA) - Der Kommandant der US-Pazifikflotte, Scott Swift, hat auf einer Sicherheitskonferenz in Australien für Aufsehen gesorgt. De...

Canberra (APA) - Der Kommandant der US-Pazifikflotte, Scott Swift, hat auf einer Sicherheitskonferenz in Australien für Aufsehen gesorgt. Der 60-Jährige reagierte auf die Frage eines Zuhörers, ob er denn in der kommenden Woche eine Atombombe auf China abwerfen würde, wenn US-Präsident Donald Trump ihn dazu auffordern würde: „Die Antwort wäre Ja“, berichtete „Spiegel Online“ am Donnerstag.

Jedes Mitglied des US-Militärs habe einen Eid geschworen, das amerikanische Land gegen Feinde zu verteidigen und die Anweisungen des US-Präsidenten zu befolgen, so Swift. Laut dem Admiral sei das „der Kern der amerikanischen Demokratie“.

Der Sprecher der Pazifikflotte, Charlie Brown, sagte nach der Pressekonferenz in der nationalen Universität in Canberra, dass die Frage „abscheulich hypothetisch“ gewesen sei. Die Fassung des Einberufungseides stammt aus dem Mai 1960.

Zuletzt hatten die Chinesen ihre Präsenz im Indischen Ozean deutlich erhöht. Unter anderem wurden im ostafrikanischen Dschibuti Soldaten stationiert. Politikwissenschaftler Martin Wagener sprach im Gespräch mit dem „Spiegel“ von einem „schleichenden Griff nach der Weltmacht“.