Fußball: Sturm Graz 2 - Meinungen Foda, Hierländer, Kocaman

Graz (APA) - Stimmen zum EL-Quali-Hinspiel der dritten Runde zwischen Sturm Graz und Fenerbahce Istanbul (1:2):...

Graz (APA) - Stimmen zum EL-Quali-Hinspiel der dritten Runde zwischen Sturm Graz und Fenerbahce Istanbul (1:2):

Franco Foda (Sturm-Trainer): „Es ist extrem bitter für meine Spieler, nach so einem Spiel mit leeren Händen dazustehen. Wir haben sehr gut angefangen, haben aber nach der Verletzung Philipp Zulechners die Kontrolle verloren und durch Fehler zwei Gegentore erhalten. Wir haben damit das Spiel aus der Hand gegeben. Beim ersten Tor waren wir in Ballbesitz und haben die Situation nicht gut verteidigt. Beim zweiten Tor hat die Zuordnung nicht funktioniert. Da hat uns auch ein kopfballstarker Spieler wie Zulechner gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir viel Druck ausgeübt. Die Mannschaft hat bis zum Schluss alles versucht, das Spiel zu drehen. Es war eine tolle Stimmung im Stadion von der ersten bis zur letzten Minute. Es freut mich sehr, dass türkische Journalisten von unseren Fans so begeistert waren.“

Stefan Hierländer (Sturm-Torschütze): „Wir sind gut gestartet und haben über weite Strecken eine gute Leistung geboten. Aber auf diesem Niveau werden solch dumme Fehler, wie wir sie heute gemacht haben, eiskalt bestraft. In der Türkei ist viel drin. Wir geben nicht auf.“

Aykut Kocaman (Fenerbahce-Trainer): „Wir haben gegen eine gut organisierte Mannschaft gespielt, die mit hoher Energie aufgetreten ist. Wir haben zu Beginn das Feld zu stark dem Gegner überlassen. Nachdem wir in Rückstand geraten waren, haben wir mit mehr Druck gearbeitet, die Defensive, die Schwäche des Gegners, ausgenützt und nach der Führung die Kontrolle über das Spiel übernommen. Speziell in den letzten Minuten standen wir dann wieder unter Druck, da hat sich unsere Müdigkeit in der intensiven Vorbereitungszeit gezeigt. Ich möchte den Grazer Zuschauern gratulieren, sie haben alles gemacht, um ihrer Mannschaft einen Rückhalt zu geben. Der Dank gilt auch unseren Fans, die uns gut unterstützt haben.“

Bei Philipp Zulechner konnte nach einer ersten Diagnose eine Fraktur im rechten Knöchel ausgeschlossen werden.