US-Börsen
New York (APA) - Eine Fülle an Zahlenvorlagen hatten den US-Börsen am Donnerstag zunächst weiter Auftrieb gegeben. Im Verlauf zollten die In...
New York (APA) - Eine Fülle an Zahlenvorlagen hatten den US-Börsen am Donnerstag zunächst weiter Auftrieb gegeben. Im Verlauf zollten die Indizes der jüngsten Rekordrallye Tribut. So gewann der Dow Jones nur 85,54 Einheiten oder 0,39 Prozent auf 21.796,55 Zähler.
Hingegen verlor der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index 2,41 Punkte (minus 0,10 Prozent) auf 2.475,42 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index gab 40,56 Einheiten oder 0,63 Prozent auf 6.382,19 Zähler ab. Trotzdem stehen bei den Technologie-Indizes seit Jahresbeginn höhere Gewinne zu Buche als bei den Standardwerte-Indizes.
Die durchwachsenen Konjunkturdaten rückten vor dem Reigen an Unternehmenszahlen in den Hintergrund. Die Aufträge für die US-Industrie haben im Juni weit stärker angezogen als erwartet. Die Bestellungen für langlebige Güter mit mindestens dreijähriger Haltbarkeit legten um 6,5 Prozent zum Vormonat zu. Zudem ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gestiegen.
Zudem haben die Republikaner im US-Repräsentantenhaus im Ringen um eine Steuerreform einen Vorschlag zu einer Einfuhrsteuer zurückgezogen.
Kurz nach Börsenschluss enttäuschte der Quartalsgewinn von Amazon (minus 0,65 Prozent). Intels Quartalszahlen und Prognosen überraschten nachbörslich positiven. Die Aktien schloss zuvor um 0,6 Prozent fester.
Sprudelnde Werbeeinnahmen hatten dem Online-Netzwerk Facebook im zweiten Quartal einen überraschend deutlichen Gewinnsprung verschafft. Daraufhin kletterten die Aktien bis auf ein Rekordhoch von 175,49 US-Dollar, zuletzt standen sie bei 170,44 Dollar. Beim Bezahldienst Paypal ließen die ebenfalls starken Quartalsresultate und das angehobene Gewinnziel die Aktien um 2,3 Prozent steigen.
Dagegen brockte ein stagnierendes Nutzerwachstum dem Kurznachrichtendienst Twitter einen deutlich höheren Quartalsverlust als vor einem Jahr ein. Dazu gingen der Umsatz und die Werbeeinnahmen deutlich zurück. Der Aktienkurs stürzte um über 14 Prozent ab.
Verizon legte einen Kurssprung von 7,7 Prozent hin. Der Telekomkonzern hatte im zweiten Quartal die Zahl seiner Mobilfunkkunden überraschend deutlich gesteigert und seine Gewinne deutlich ausgebaut.
Dahinter gehörten die Titel von Merck & Co mit plus 3,06 Prozent zu den größten Gewinnern. Sie profitierten allerdings nicht von Geschäftszahlen des Pharmakonzerns, sondern von einem Rückschlag des britisch-schwedischen Konkurrenten AstraZeneca in der Krebs-Immuntherapie. Von Börsianern hieß es, dies mindere den Wettbewerbsdruck für Merck & Co.
Beim Merck-Rivalen Bristol-Myers Squibb reichten hingegen weder ein gut verlaufenes zweites Quartal noch leicht optimistischere Aussagen zum Geschäftsjahr für gute Stimmung: Die Anteilscheine büßten über drei Prozent ein.
Beim Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (P&G) reichte es nach einer positiven Gewinnüberraschung für ein Plus von 1,55 Prozent. Für die Titel des Autobauers Fiat Chrysler ging es an der US-Börse angesichts durchwachsener Geschäftszahlen um 0,46 Prozent nach unten.
Deutliche 4,01 Prozent verloren die Aktien von UPS, obwohl der Logistiker Quartalsumsatz und -gewinn stärker als erwartet gesteigert hatte. Beim Kreditkartenkonzern Mastercard mussten die Anleger ungeachtet des überraschend deutlichen Gewinnwachstums im zweiten Quartal ein Kursminus von 1,63 Prozent verkraften - zum Handelsauftakt hatten die Aktien allerdings ein Rekordhoch erreicht.
~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA595 2017-07-27/22:26