Gesellschaft

Wenn die Gier die Liebe besiegt

Ein unerwarteter Geldregen für ein Ehepaar, ein aggressiver Nachbar und eine spanische Haushälterin – das sind die Zutaten für die Krimikomödie des Sommertheaters.
© Angerer Harald

Das Sommertheater Kitzbühel feierte seine heurige Premiere mit der österreichischen Erstaufführung von „Als ob es regnen würde“. Die Premierengäste freuten sich dabei über einen launigen Abend.

Von Harald Angerer

Kitzbühel –In Kitzbühel ist der plötzliche Reichtum ausgebrochen und es regnet Geld – zumindest auf der Bühne des Kitzbüheler Sommertheaters. Donnerstagabend feiert­e das Ensemble um Intendant Leopold Dallinger und Theaterchefin Michaela Reith die Premiere des Stücks „Als ob es regnen würde“.

Das Ehepaar Bruno– gespielt von Dallinger selbst – und Laurence – wird von der Kitzbühelerin Sandra Cirolini-Lackner gespielt – findet plötzlich Geld in seiner Wohnung. Alles beginnt mit einem 100-Euro-Schein und endet bei Tausenden von Euros, die im wahrsten Sinne des Wortes vom Himmel fallen. Dabei versucht sich das Sommertheater mit der österreichischen Erstaufführung des Stücks von Sébastien Thiéry erstmals an einer Krimikomödie. Wobei die Komödie doch eher im Vordergrund steht. Auch die Gesellschaftskritik, welche das Stück in sich birgt, kommt bei der Umsetzung des Sommertheaters etwas kurz.

Denn der Zwiespalt aus dem plötzlichen Reichtum und dem Sich-treu-Bleiben führt vor allem zu Konflikten zwischen dem Ehepaar und wird von Dallinger und Cirolini-Lackner vor allem humorig umgesetzt. So sieht er sich endlich auf der Seite jener, die auch einmal Geld haben, sie hingegen sieht ihre Werte verloren gehen. Dabei gibt es vor allem am Ende des ersten Teils dann doch harsche Kritik an der Verschwendungssucht gewisser Gesellschaftsgruppen.

© Angerer Harald

Aufgebrochen wird die Zweisamkeit auf der Bühne von der spanischen Haushaltshilfe Terese, grandios in Szene gesetzt von der St. Johannerin Daniela Oberrauch. In einem Wirrwarr aus Spanisch, Dialekt und gebrochenem Deutsch begeistert sie das Publikum und bringt Schwung in das Stück.

Nachdem sich Bruno mit dem neu gewonnenen Reichtum im Laufe des Abends immer mehr anfreundet, ist Laurence vom Geldsegen weniger angetan, als dann noch plötzlich der neue Nachbar, gespielt von Manfred Stella, mit einer Pistole in der Wohnung des Ehepaars auftaucht, bekommt das Stück eine spannende Wende.

Beim gewaltbereiten Nachbarn verschwindet Geld und schon beim ersten Besuch des Nachbarn geraten Laurence und Bruno unter Verdacht. Kein Wunder, stehen doch Champagner und Kaviar am Tisch und Einkaufstaschen mit Luxus-Kleidern sind in der ganzen Wohnung verteilt. Letztendlich taucht er dann sogar mit einer Axt beim Ehepaar auf, um sich Klarheit zu verschaffen, bevor das Stück mit einem Knalleffekt endet. Mehr sei hier nicht verraten.

Das Sommertheater Kitz­bühel spielt das Stück „Als ob es regnen würde“ von Sébas­tien Thiéry noch bis 18. August, wöchentlich donnerstags und freitags im K3 KitzKongress. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es unter www.sommertheater-kitzbuehel.at, auf Ö-Ticket, bei Kitzbühel Tourismus, in den Filialen der Sparkasse Kitzbühel und telefonisch unter 05356/66660.

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