Innsbruck lässt’s doch krachen
Beim Bergsilvester 2017 wird es doch noch einmal ein traditionelles Feuerwerk geben.
Innsbruck –Zum heurigen Jahreswechsel wird es beim Innsbrucker Bergsilvester doch noch einmal ein traditionelles Feuerwerk geben. Eine Neuinszenierung ist nun erst für das 25-Jahr-Jubiläum 2018/19 geplant. Das haben Vertreter der Stadtregierung und das veranstaltende Stadtmarketing gestern mitgeteilt.
Eigentlich hatte der Stadtsenat im Vorjahr „letztmalig“ die Genehmigung für ein Feuerwerk erteilt. „Die technische Umsetzung des neuen Konzeptes mit Laser, Licht, Wasser und weiter auch Feuerwerkselementen benötigt aber noch Zeit“, erklärt Tourismusstadtrat Franz X. Gruber (VP). Vor allem, weil man „Gefahrenpotentiale für Menschen, Tiere und Natur aufgrund der derzeit technisch machbaren Laserprojektionen noch nicht restlos ausschließen kann“. Daher wolle man heuer noch einmal die Durchführung des üblichen Feuerwerks (Kosten: ca. 30.000 Euro) beantragen.
„Für die moderne Lichtinstallation mit Klang und einer zugehörenden Story sind Erstinvestitionen von rund 400.000 Euro erforderlich“, berichtet Bernhard Vettorazzi vom Innsbruck Marketing. „Eine solche Investition macht besonders anlässlich eines Jubiläums Sinn.“ Auch BM Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) sieht das 25-Jahr-Jubiläum als „idealen Zeitpunkt für eine Innovation“.
Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) spricht sich indes klar für einen langfristigen Erhalt des Feuerwerks aus. Die Umweltschutzgründe gegen das Feuerwerk seien letztlich „nur ein vorgeschobener Grund für ein neues Konzept“ gewesen, „ohne dass man sich näher mit den Folgen beschäftigt“ hätte. Aus ihrer Sicht wäre es „unverantwortlich“, eine erfolgreich positionierte Veranstaltung so zu verändern, „dass viele Gäste Innsbruck zur Jahreswende den Rücken kehren“. (TT)