Rettung für insolvente Butlers-Kette in Sicht
Der Insolvenzplan sieht Erhalt von 74 Filialen vor. Die drei Standorte in Wien sowie die Filialen in Graz und Innsbruck sollen bestehen bleiben.
Düsseldorf – Die insolvente deutsche Einrichtungskette Butlers, die auch in Österreich Filialen betreibt, steuert nach Informationen der Wirtschaftswoche auf eine Rettung zu. Die Gläubiger des Unternehmens stimmen am Montag über einen Insolvenzplan ab, der den Erhalt von 74 Filialen und rund 800 Arbeitsplätzen vorsieht, berichtete das Magazin am Freitag.
Damit sei das Verfahren „nun auf der Zielgeraden“, sagte Insolvenzverwalter Jörg Bornheimer der Wirtschaftswoche. Stimmen die Gläubiger dem Plan zu, wird Butlers-Gründer Wilhelm Josten das Unternehmen auch in Zukunft weiterführen, wie das Magazin berichtete. Das dafür benötigte Kapital „werde ich zur Verfügung stellen, um den Insolvenzplan zu erfüllen und das Unternehmen anschließend zu finanzieren“, sagte Josten.
Butlers hatte Ende Jänner Insolvenz angemeldet. Seitdem wurden unrentable Filialen geschlossen, die Zentrale verkleinert und rund 100 der knapp 900 Stellen gestrichen. Die verbleibenden Standorte „schreiben schwarze Zahlen“, sagte Josten. Er hatte Butlers 1999 gegründet, die Filialen stehen vor allem in Deutschland, aber auch in Österreich, Großbritannien und der Schweiz. Hinzu kommen Standorte, die von Franchisenehmern betrieben werden.
Die Pleite der Einrichtungskette blieb auch in Österreich nicht ohne Folgen: Die Filialen in Haid, Wien-Auhof sowie Wiener Neustadt wurden per Ende Juni geschlossen, rund 15 Beschäftigte verloren dadurch einem Sprecher des Insolvenzverwalters Thomas Schulz zufolge ihren Job. Drei Standorte in Wien sowie die Filialen in Graz und Innsbruck bleiben bestehen. Dort sind knapp 40 Mitarbeiter beschäftigt. (APA, AFP)