Libyens Premier bestreitet Forderung nach Schiffen aus Italien
Rom/Tripolis (APA) - Der libysche Premier Fayez al-Serraj hat dementiert, Italien um die Entsendung von Marineschiffen zur Stärkung des Eins...
Rom/Tripolis (APA) - Der libysche Premier Fayez al-Serraj hat dementiert, Italien um die Entsendung von Marineschiffen zur Stärkung des Einsatzes von Libyens Küstenwache im Mittelmeer ersucht zu haben. Mit Italien sei lediglich ein Ausbau des Programms zur Ausbildung der libyschen Küstenwache beschlossen worden, sagte Serraj laut italienischen Medien, die sich auf libysche Quellen bezogen.
Der italienische Premier Paolo Gentiloni hatte am Mittwoch nach einem Treffen mit Serraj in Rom erklärt, Libyen habe um die Entsendung von Marineschiffen zur Unterstützung der libyschen Küsten gebeten. Gentiloni hatte Libyens Forderungen nach Entsendung von Schiffen zur Stärkung seiner Küstenwache als „positiven Wendepunkt“ bezeichnet.
Die italienische Regierung werde dem Parlament am kommenden Dienstag die Details zur Entsendung seiner Marineschiffe nach Libyen vorstellen, erklärte Gentiloni. Laut Medienberichten plant Italien die Entsendung von sechs Schiffen und etwa 700 Soldaten, um die libysche Küstenwache zu unterstützen. Geplant sei auch die Entsendung von Flugzeugen, Hubschraubern und Drohnen.
Nach Angaben aus italienischen Regierungskreisen müssen die Einsatzregeln, das konkrete Einsatzgebiet sowie die Zusammenarbeit mit den libyschen Sicherheitskräften noch festgelegt werden. Klar sei aber schon, dass alle von den italienischen Schiffen abgefangenen Flüchtlinge nach Libyen zurückgebracht würden.